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184
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel02.typ
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184
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel02.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,184 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "2")
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= Aufgabe 1
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Abgabe in Papierform.
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// TODO Weiterschreiben der ersten Aufgabe wenn alles andere gut ist
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//Für $1 <= i < j <= n$ ist $tau_(i j)$ durch $tau_i j(l) = l$, falls $l in.not {i, j}$ sowie $tau_(i j) (i) = j$ und $tau_(i j)(j) = i$ ein Element von $S_n$ definiert. Zeigen Sie: $ angle.l {tau_(i j) : 1 <= i < j <= n} angle.r = S_n $
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//Hinweis: Wie würden Sie ein Bücherregal sortieren.
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//Da $S_n$ genau alle bijektiven Abbildungen der Menge $N = {1, 2, 3, ..., n}$ auf sich selbst enthaelt und $tau_(i, j) in S_n$ ist $tau_(i j)$ bijektiv.
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//
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//Fuer $G := angle.l{tau_(i j) : 1 <= i < j <= n}angle.r$ gelten die Gruppenaxiome.
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//Also ist $i d_N$ Element der Gruppe als neutrales Element. $tau_(i j)^2$ ist das inverse Element der Gruppe.
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//
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//
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//Jede Verknuepfung von bijektiven Abbildungen auf eine Gruppe $G$ ist wieder eine bijektive Abbildung auf $G$. Daher ist $angle.l {tau_(i j) : 1 <= i < j <= n} angle.r subset S_n$
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//
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//Nun gilt es zu zeigen, dass $S_n subset angle.l { tau_(i j) : 1 <= i < j <= n}angle.r$. Also, dass $ forall f in S_n: f in angle.l{ tau_(i j) : 1 <= i < j <= n}angle.r $
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//
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//Der Defintionsbereich von $f in S_n$ und $g in G$ ist identisch. Es bleibt also zu zeigen, dass $ forall f in S_n exists g in G: f(N) = g(N) $
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//
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//Stets laesst sich $g$ wie folgt konstruieren:
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//
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//Sei $g_0 = id_N$. Fuer das kleinste $n_k$ mit $f(n_k) != n_k$ kann man stets $g_1 = tau_(g_0 (n_k) f (n_k)) compose g_0$ konstruieren, da $tau_(i j) = tau_(j i)$.
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//
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//Man erhaelt nun also $f(n) = g_1 (n)$
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= Aufgabe 2
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Sei $G$ eine beliebige Untergruppe der ganzen Zahlen $(ZZ, +)$. Zeigen Sie, dass eine ganze Zahl $n >= 0$ mit $G = n Z$ existiert.
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Hinweis: Jede nicht-leere Teilmenge der natürlichen Zahlen hat ein kleinstes Element.
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Sei $G$ eine beliebige Untergruppe der ganzen Zahlen $(ZZ, +)$.
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Falls $G$ eine triviale Untergruppe ist, dann liefert $n = 0$ bzw. $n = 1$ die Loesung.
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Da $G$ nun eine nicht-leere Untergruppe ist, enthält $G$ mindestens ein Element ungleich Null.
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Da $G$ eine Gruppe unter der Addition ist, enthält $G$ auch entsprechende inverse Elemente, wenn es positive enthält.
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Wir betrachten die Menge $G sect NN = S$, also die positiven Elemente, die in $G$ liegen.
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Nach dem Hinweis hat jede nicht-leere Teilmenge der natürlichen Zahlen ein kleinstes Element.
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Sei $d$ das kleinste Element, das in $S$ enthalten ist.
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Jetzt zeigen wir, dass $G = d ZZ$.
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Wenn $s$ ein beliebiges Element in $S$ ist, können wir $s$ in der maximal gekuerzten Form $s = k d + r$ schreiben, wobei $0 <= r < d$ und $k in ZZ$.
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Aus der Gruppeneigenschaft von $G$ ist $r in G$, da $r = s - k d$ und $s, k d in G$.
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Da $d$ das kleinste Element in $S$ ist, muss $r$ gleich Null sein, sonst würde $0 < r < d$, was im Widerspruch zu unserer Annahme, dass $d = min(S)$ ist, wäre.
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Somit haben wir $s = k d$, was zeigt, dass $S$ von $d$ erzeugt wird.
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Da $s$ beliebig war, folgt $S = d ZZ$.
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Daher existiert eine ganze Zahl $n >= 0$, sodass $G = n ZZ$, da G alle Elemente von S und deren Inverse enthaelt.
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$qed$
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= Aufgabe 3
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Eine ausfuerliche Begruendung warum der angesprochene Isomorphismus existiert steht auf der Abgabe in Papierform.
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1. Wie viele verschiedene Gruppen mit 4 Elementen gibt es?
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Es gibt zwei Gruppen. Namentlich die Klein-4-Gruppe und die zyklische $Z_4$ Gruppe.
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Jede weitere Gruppe mit $|G| = 4$ ist isomorph zu einer dieser beiden Gruppen.
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#stack(
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dir: ltr,
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table(
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columns: 5,
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[*$Z_4$*], [*0*], [*1*], [*2*], [*3*],
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[*0*], [0], [1], [2], [3],
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[*1*], [1], [2], [3], [0],
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[*2*], [2], [3], [0], [1],
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[*3*], [3], [0], [1], [2],
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),
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h(10pt),
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table(
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columns: 5,
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[*$K_4$*], [*0*], [*1*], [*2*], [*3*],
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[*0*], [0], [1], [2], [3],
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[*1*], [1], [0], [3], [2],
|
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[*2*], [2], [3], [0], [1],
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[*3*], [3], [2], [1], [0],
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),
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)
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2. Wie viele verschiedene Gruppen mit 6 Elementen gibt es?
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Es gibt zwei Gruppen. Namentlich die zyklische $Z_6$ Gruppe und die $S_3$ Gruppe.
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Jede weitere Gruppe mit $|G| = 6$ ist isomorph zu einer dieser beiden Gruppen.
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#stack(
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dir: ltr,
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table(
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columns: 7,
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[*$Z_6$*], [*0*], [*1*], [*2*], [*3*], [*4*], [*5*],
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[*0*], [0], [1], [2], [3], [4], [5],
|
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[*1*], [1], [2], [3], [4], [5], [0],
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[*2*], [2], [3], [0], [1], [0], [1],
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[*3*], [3], [4], [5], [0], [1], [2],
|
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[*4*], [4], [5], [0], [1], [2], [3],
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[*5*], [5], [0], [1], [2], [3], [4],
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),
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h(10pt),
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table(
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||||
columns: 7,
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[*$S_3$*], [*0*], [*1*], [*2*], [*3*], [*4*], [*5*],
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[*0*], [0], [1], [2], [3], [4], [5],
|
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[*1*], [1], [2], [0], [4], [5], [3],
|
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[*2*], [2], [0], [1], [5], [3], [4],
|
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[*3*], [3], [5], [4], [0], [2], [1],
|
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[*4*], [4], [3], [5], [1], [0], [2],
|
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[*5*], [3], [4], [5], [0], [1], [2],
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))
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3. Finden Sie alle Normalteiler der Permutationsgruppe $S_3$.
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Sei $S_3 = {e, (12), (13), (23), (123), (132)} = G$
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Nach Lagrange gilt $|G| = |G slash H||H|$. Da $|G| = 6$ muss $|H| in {1, 2, 3, 6}$.
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Kandidaten fuer Normalteiler sind somit die trivialen Untergruppen ${e}, G$ und ${(12), e}, {(13), e}, {(23), e}, {e, (123), (132)}$
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Die trivialen Untergruppen sind immer ein Normalteiler.
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Sei $H$ eine Untergruppe von $G$ mit $|H| = 2$. Dann kann H kein Normalteiler von $G$ sein, da eine Spiegelung nicht kommutativ ist mit einer anderen Spiegelung ist.
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$A_3$ ist ein Normalteiler, da eine Spiegelung und dann eine Drehung des Dreiecks gleich zu einer Drehung in die andere Richtung und dann der Spiegelung ist.
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Eigenschaft eines Normalteilers: $g H = H g$
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Die Normalteiler sind somit:
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- ${e}$
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- $A_3 = {e, (123), (132)}$
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- $S_3 = G$
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= Aufgabe 4
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// Schritte der Argumentation
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// - Gitter begruenden
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// - Jede Zelle ist zueneinander symetrisch
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// - Falls ein Punkt in dieser Zelle liegt, dann auch in der am Urspung (durch Gruppeneigenschaft)
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// - Die Zelle hat die Form eines Parralelogramms
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// - Jeder Punkt in einem Parralelogramm hat einen kleineren Abstand zu einem der Eckpunkte als die groesste Seitenlaenge (Siehe Lemma L1)
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//
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Laut Vorlesung ist $Z^2 = {(x, y) : x, y ∈ ZZ}$ eine Gruppe. Sei $U ⊂ Z^2$ eine nicht triviale Untergruppe. In dieser gibt es ein Element $v != 0$ mit minimalem Abstand zum Ursprung $(0, 0)$. Angenommen $⟨v⟩ != U$. Dann gibt es ein weiteres Element $0 != w in U$, dass nicht in $⟨v⟩$ enthalten ist und minimalen Abstand zum Ursprung hat. Zeigen Sie, dass $⟨{v, w}⟩= U$ ist.
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Hinweis: Der Abstand von $(x, y)$ zum Ursprung ist $ sqrt(x^2 + y^2 )$.
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Sei $a = vec(a, b)$ ein beliebiges Element von $U$. Nun gilt es zu zeigen, dass $a = z_1 v + z_2 w$ (Darstellung durch Linearkombination von $v, w$) gilt, wobei $z_1, z_2 in ZZ$.
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Zuerst laesst sich feststellen, dass $v$ und $w$ linearunabhaengig voneinander sein muessen, da sonst nach dem Argument aus Aufgabe 2 die Annahme, dass $v, w$ minimalen Abstand vom Ursprung haben und $w in.not angle.l v angle.r$, ein Widerspruch erzeugen wuerde.
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Angenommen $a in.not angle.l v, w angle.r$. Dann liegt $a$ in einem durch $v$ und $w$, ausgehend von einem Punkt $p in angle.l v, w angle.r$, aufgespanntem Parralelogramm. Dies folgt aus der Gitterstuktur von $U$, welche durch Kombination von $w$ und $v$ erzeugt wird. Da $a$ ein Element der Untergruppe $U$ ist, existiert $a'$ auch in dem Parralelogramm welches ausgehend vom Ursprung durch $v$ und $w$ aufgespannt wird. Die beiden Parralelogramme und die relativen Positionen von $a, a'$ sind hier, wider durch die Gruppeneigenschaft, identisch.
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/// Geometrisches Lemma fuer Punkte in einem Parralelogramm //////////////////////////
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Nun wird folgendes Lemma gezeigt:
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Jeder Punkt in einem Parralelogramm hat einen kuerzeren Abstand zu einem der vier Punkte, welche es aufspannen, als $max(a, b)$ wobei $a, b$ die Seitenlaengen sind.
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Fuer den Beweis laesst sich feststellen, dass um jeden Eckpunkt des Parralelogramms eine offene Kreisscheibe mit Radius $r = max(|v|, |w|)$ gelegt werden kann. Diese Kreisscheiben ueberdecken das Parralelogramm vollstaendig. Das kommt daher, dass ein Parralelogramm sich durch die verbindenden Geraden von jeweils gegenueberliegenden Eckpunkten in vier Dreieicke aufteilen laesst.
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Nun liegt jedes dieser Dreiecke vollstaendig in der jeweiligen Kreisscheibe bis auf maximal zwei Eckpunkte, welche aber in einer anderen Scheibe liegen.
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Die Aussage, dass der Punkt in einer offenen Kreisscheibe um einen Eckpunkt liegt ist aequivalent zu der, welche wir zeigen wollten.
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Nach Lemma existiert ein Vektor $t$, sodass $|t| < max(|v|, |w|)$ und $a' = vec(t_x, t_y)$. Dies steht im Wiederspruch zu der Annahme, dass $v$ und $w$ die Elemente der Gruppe sind, welche den kleinsten Abstand zum Urspung haben.
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Also muss $t = 0$ gelten. Wodurch jedes Element in $U$ sich als Linarkombination von $v$ und $w$ darstellen laesst.
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$qed$
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BIN
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel03.pdf
Normal file
BIN
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel03.pdf
Normal file
Binary file not shown.
292
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel03.typ
Normal file
292
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel03.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,292 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "3")
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// Aufgabe 1
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= Ringe mit Addition und Multiplikation
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+ Zeigen Sie, dass
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$ (ZZ slash 5 ZZ)^* := {1+ 5 ZZ, 2 + 5 ZZ, 3 + 5 ZZ, 4 + 5 ZZ} subset ZZ slash 5 ZZ $
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$ (ZZ slash 9 ZZ)^* := {1+ 9 ZZ, 2 + 9 ZZ, 4 + 9 ZZ, 5 + 9 ZZ, 7 + 9 ZZ, 8 + 9 ZZ} subset ZZ slash 9 ZZ $
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jeweils eine Gruppe bezueglich Multiplikation sind.
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Geforderte Eigenschaften an eine Gruppe:
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- Abgeschlossenheit: Das Produkt zweier Elemente muss wieder in der Gruppe sein.
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- Inverses Element: Jedes Element muss ein multiplikatives Inverses in der Gruppe haben.
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- Assoziativität: Diese Eigenschaft wird von den ganzen Zahlen vererbt. $checkmark$
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- Neutrales Element: Es muss ein neutrales Element in der Gruppe geben. Dieses ist hier die 1. $checkmark$
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Für $(ZZ slash 5 ZZ)^*$ gibt es durch Modulo-Rechnen folgende Elemente in der Gruppe $E = {1, 2, 3, 4}$.
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Das Produkt zweier Elemente aus $E$ ergibt wieder ein Element in dieser Menge:
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$ 1 dot 1 = 1, 1 dot 2 = 2, 1 dot 3 = 3, 1 dot 4 = 4 $
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$ 2 dot 2 = 4, 2 dot 3 = 1, 2 dot 4 = 3 $
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$ 3 dot 3 = 4, 3 dot 4 = 2 $
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$ 4 dot 4 = 1 $
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Jedes Element hat ein Inverses:
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$ 1^(-1) = 1, 2^(-1) = 3, 3^(-1) = 2, 4^(-1) = 4 $
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Für $(ZZ slash 9 ZZ)^*$ gibt es durch Modulo-Rechnen folgende Elemente in der Gruppe $E = {1, 2, 4, 5, 7, 8}$.
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Das Produkt zweier Elemente aus $E$ ergibt wieder ein Element in dieser Menge:
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$ 1 dot 1 = 1, 1 dot 2 = 2, 1 dot 4 = 4, 1 dot 5 = 5, 1 dot 7 = 7, 1 dot 8 = 8 $
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$ 2 dot 2 = 4, 2 dot 4 = 8, 2 dot 5 = 1, 2 dot 7 = 5, 2 dot 8 = 7 $
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$ 4 dot 4 = 7, 4 dot 5 = 2, 4 dot 7 = 1, 4 dot 8 = 5 $
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$ 5 dot 5 = 7, 5 dot 7 = 8, 5 dot 8 = 4 $
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$ 7 dot 7 = 4, 7 dot 8 = 2 $
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$ 8 dot 8 = 1 $
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Jedes Element hat ein Inverses:
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$ 1^(-1) = 1, 2^(-1) = 5, 4^(-1) = 7, 5^(-1) = 2, 7^(-1) = 4, 8^(-1) = 8 $
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Damit ist alles gezeigt. $qed$
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+ Finden Sie ein Element $x in (ZZ slash 9 ZZ)^*$, sodass $angle.l {x} angle.r = (ZZ slash 9 ZZ)^*$ gilt.
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Nach Aufgabe 1a ist hat die Gruppe $(ZZ slash 9 ZZ)^*$ folgende Elemente $1, 2, 4, 5, 7, 8$. Es gilt $abs((ZZ slash 9 ZZ)^*) = 6$.
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Durch Testen jedes Elements finden wir, dass $x = 2$ die
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gesamte Gruppe erzeugt, da:
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$ 2^1 = 2 , quad 2^2 = 4 , quad 2^3 = 8 , quad 2^4 = 7 , quad 2^5 = 5 , quad 2^6 = 1 . $
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Somit ist $x = 2$ ein Generator von $(bb(Z) \/ 9 bb(Z))^(\*)$, und wir haben
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$angle.l 2 angle.r = (bb(Z) \/ 9 bb(Z))^(\*)$.
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+ Geben Sie einen Isomorphismus zwischen $(ZZ slash 9 ZZ, dot.op)$ und $(ZZ slash 6 ZZ, +)$ an.
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Ein Isomorphismus zwischen den Gruppen $(bb(Z) \/ 9 bb(Z) , dot.op)$ und
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$(bb(Z) \/ 6 bb(Z) , +)$ kann durch die Funktion
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$ phi : (bb(Z) \/ 9 bb(Z))^(\*) arrow.r bb(Z) \/ 6 bb(Z) $ gegeben
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werden, wobei $phi (x)$ die Ordnung von $x$ in $(bb(Z) \/ 9 bb(Z))^(\*)$
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modulo 6 ist.
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Wählen wir nach Aufgabe 1b $x = 2$ als Generator von $(bb(Z) \/ 9 bb(Z))^(\*)$, so
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laesst sich $phi$ definieren durch $ phi (2^k) = k mod 6 . $
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Diese Zuordnung ist ein Isomorphismus, da sie bijektiv ist und die
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Gruppenoperationen respektiert:
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$ phi (2^k dot.op 2^m) = phi (2^(k + m)) = (k + m) mod med 6 = phi (2^k) + phi (2^m) . $
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Ist $(ZZ slash 5 ZZ)^∗$ auch zu einer Gruppe der Form $ZZ slash n ZZ$ für ein $n ∈ N$ isomorph? Falls ja, geben Sie einen Isomorphismus an.
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Die Gruppe $(bb(Z) \/ 5 bb(Z))^(\*)$ ist also isomorph zu
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$bb(Z) \/ 4 bb(Z)$, da beide Gruppen die gleiche Ordnung haben und
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zyklisch sind.
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Ein Isomorphismus zwischen $(bb(Z) \/ 5 bb(Z))^(\*)$ und
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$bb(Z) \/ 4 bb(Z)$ ist durch die Abbildung
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$ phi : (bb(Z) \/ 5 bb(Z))^(\*) arrow.r bb(Z) \/ 4 bb(Z) , quad phi (1) = 0 , quad phi (2) = 1 , quad phi (3) = 3 , quad phi (4) = 2 $
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gegeben.
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// Aufgabe 2
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= Homomorphismen
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Seien $G$ und $H$ Gruppen. Angenommen $G$ ist endlich und ihre Ordnung eine Primzahl $p$. Zeigen Sie:
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+ Jeder Homomorphismus $phi: G arrow H$ ist entweder trivial oder injektiv.
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Sei $phi.alt : G arrow.r H$ ein Homomorphismus. Da $G$ endlich und
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$lr(|G|) = p$ eine Primzahl ist, gilt nach Lagrange für jede Untergruppe von $G$
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entweder $lr(|H|) = 1$ oder $lr(|H|) = p$.
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Fuer den Kern gilt:
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$ phi (e_G) = e_H ==> ker (phi) != emptyset $
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Sei $a, b in ker (phi)$. Dann:
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$ phi (a) = e_H "und" phi (b) = e_H $
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Da $phi$ ein Homomorphismus ist, folgt:
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$ phi (a dot b) = phi (a) dot phi (b) = e_H dot e_H = e_H $
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Also ist $a dot b in ker (phi)$
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Sei $a in ker (phi)$. Dann:
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$ phi (a) = e_H $
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Da $e_H = e^(-1)_H$ folgt:
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$ phi (a^(-1)) = phi (a)^(-1)) = e_H^(-1) = e_H $
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Da alle Eigenschaften fuer eine Untergruppe, namentlich nicht Leerheit, Abgeschlossenheit und die Existenz eines Inversen gegeben sind, ist das Kernbild des Homomorphismus, $ker (phi)$, eine Untergruppe von $G$.
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Falls $abs(ker (phi)) = G$, ist $phi$ trivial. Andernfalls ist
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$lr(|ker (phi)|) = 1$, was bedeutet, dass $ker (phi) = { e }$,
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das neutrale Element.
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Angenommen $phi (a) = phi (b)$ fuer beliebige $a, b in G$, dann:
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Wir betrachten das Element $a dot b^(-1) in G$ fuer beliebige $a, b in G$.
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$ phi (a dot b^(−1))=phi (a) dot phi (b^(−1)) $
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Da $phi (a) = phi (b)$ und $phi (b^(-1)) = phi (b)^(-1)$, folgt:
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$ phi (a dot b^(−1))=phi (a) dot phi (a)^(−1) = e_H $
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Da $a dot b^(-1)$ nun im Kern ist, aber $ker (phi) = {e}$, folgt:
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$ a dot b^(-1) = e ==> a = b $
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Da $phi (a) = phi (b) ==> a = b$ ist $phi$ injektiv.
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+ Jeder Homomorphismus $phi: H arrow G$ ist entweder trivial oder surjektiv.
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Sei $phi : H arrow.r G$ ein Homomorphismus. Da $G$ die
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Ordnung $p$ hat, ist jede echte Untergruppe von $G$ trivial. Das
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Bild $"im"(phi)$ ist nach dem selben Argument wie in 2a eine Untergruppe von $G$, daher gilt
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$lr(|"im"(phi)|) = 1$ oder $lr(|"im"(phi)|) = p$.
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Falls $lr(|"im"(phi)|) = 1$, ist $phi$ trivial. Sonst ist
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$lr(|"im"(phi)|) = p$, was bedeutet, dass $"im"(phi) = G$.
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Fuer surjektivitaet gilt es jetzt zu zeigen, dass
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$ ∀y∈G: ∃x∈G: ϕ(x)=y. $
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Dabei gilt:
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$ im (phi) = G ==> forall y in G: y in im (phi) $
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$ y in im (phi) ==> exists x in G: phi (x) = y $
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also ist $phi$ surjektiv.
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// Aufgabe 3
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= Vektorraeume I
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Wir betrachten den Vekorraum $V = RR^4$ mit den folgenden Unterraeumen:
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$ U_1 = angle.l {(0, 1, 0, 2), (1, 0, 1, 0), (-1, 0, 1, 0)} angle.r, U_2 = angle.l {(1, 0, 3, 0), (0, 1, 0, 0), (1, 3, 3, 3)} angle.r $
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+ Bestimmen Sie $U_1 sect U_2$.
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*Loesung* in Papierform.
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// Pruefen auf lineare Unabhaengigkeit der beiden Unterraeume:
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//
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// $ U_1: a vec(0, 1, 0, 2) + b vec(1, 0, 1, 0) + c vec(-1, 0, 1, 0) =^! 0 $
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//
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// $ U_2: a vec(1, 0, 3, 0) + b vec(0, 1, 0, 0) + c vec(1, 3, 3, 3) =^! 0 $
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//
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// Das Loesen mithilfe eines CAS liefert nur die triviale Loesung.
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//
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// Da jeweils alle drei Vektoren voneinander linear unabhaengig sind, koennen wir keinen verwerfen.
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//
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// Aufstellen des Gleichungssystems:
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//
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// $ mat(0, 1, -1, -1, 0, -1, 0;
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// 1, 0, 0, 0, -1, -3, 0;
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// 0, 1, 1, -3, 0, -3, 0;
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// 2, 0, 0, 0, 0, -3, 0) $
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//
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// Loesen durch ein CAS ergibt folgenden Loesungsvektor:
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//
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// $ X = vec(3/2 b, 2 a+2 b, a+b, a, -3/2 b, b) $
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//
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// Einsetzen in die Gleichung von $U_2$ oder $U_1$ gibt:
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//
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// $ a vec(1, 0, 3, 0) + b vec(2, 3, 6, 6) $
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//
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// Also gilt:
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//
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// $ U_1 sect U_2 = angle.l {(1, 0, 3, 0), (2, 3, 6, 6)} angle.r $
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+ Ist $U_1 union U_2 = V$?
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//TODO
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*Loesung* in Papierform.
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// Aufgabe 4
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= Vektorraeume II
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+ Zeigen Sie, dass die Menge
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$ V = {(x_1, x_2, x_3) in QQ^3: 7x_1 + 2x_2 - 3x_3 = 0} $
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ein Untervektorraum von $QQ^3$ ist.
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Sei $V = { (x_1 , x_2 , x_3) in bb(Q)^3 : 7 x_1 + 2 x_2 - 3 x_3 = 0 }$.
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Um zu zeigen, dass $V$ ein Untervektorraum ist, prüfen wir die drei
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Bedingungen:
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$V$ ist nicht leer: Es gilt $vec(0, 0, 0) in V ==> V != emptyset$.
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Abgeschlossenheit unter Addition:
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Fuer $arrow(v) = (x_1 , x_2 , x_3) in V$ und
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$arrow(w) = (y_1 , y_2 , y_3) in V$ gilt:
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$ 7 (x_1 + y_1) + 2 (x_2 + y_2) - 3 (x_3 + y_3) = (7 x_1 + 2 x_2 - 3 x_3) + (7 y_1 + 2 y_2 - 3 y_3) = 0 , $
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also ist $arrow(v) + arrow(w) in V$.
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Abgeschlossenheit unter skalarer Multiplikation:
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Fuer $arrow(v) = (x_1 , x_2 , x_3) in V$ und $lambda in bb(Q)$ gilt:
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$ 7 (lambda x_1) + 2 (lambda x_2) - 3 (lambda x_3) = lambda (7 x_1 + 2 x_2 - 3 x_3) = 0 , $
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also ist $lambda arrow(v) in V$.
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Restliche Eigenschaften, wie die Assoziativitaet oder Kommutativitaet werden vom Koerper der rationalen Zahlen $QQ$ vererbt.
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Da sonst alle drei Bedingungen erfüllt sind, ist $V$ ein Untervektorraum von
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$bb(Q)^3$.
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+ Zeigen Sie, dass $V = angle.l {(2, -7, 0), (0, 3, 2), (1, 1, 3)} angle.r$ ist.
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*Loesung* in Papierform.
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// Damit $V$ durch die drei Vektoren $r = vec(2, -7, 0), v = vec(0, 3, 2), w = vec(1, 1, 3)$ vollstaendig aufgespannt wird muessen die Vektoren Elemente von V sein.
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//
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// // Was wenn V nur 2dimensional ist?
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//
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// Fuer $r: 7 dot 2 + 2 dot -7 - 3 dot 0 = 14 - 14 = 0$
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//
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// Fuer $v: 7 dot 0 + 2 dot 3 - 3 dot 2 = 0 + 6 - 6 = 0$
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//
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// Fuer $w: 7 dot 1 + 2 dot 1 - 3 dot 3 = 7 + 2 - 9 = 0$
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//
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// Es gilt also $r, v, w, in V$.
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//
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// Da $w$ linear abhaengig von $v$ und $r$ ist muessen wir diesen nicht betrachten. Berechnen des Kreuzproduktes von $v$ und $r$ liefert:
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//
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// $ v times r = vec(7, 2, -3) $
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//
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// Deshalb wird die Gesamte Ebene $V$ durch die Vektoren aufgespannt.
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+ Ist die Menge
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$ W = {(x_1, x_2, x_3) in QQ^3: 7x_1 + 2x_2 - 3x_3 = 1} $
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ein Untervektorraum von $QQ^3$?
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Zuerst pruefe ich ob das neutrale Element in $W$ enthalten ist durch einsezten von $vec(0, 0, 0)$ in das Aussonderungsaxiom der Menge:
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$ 7 dot 0 + 2 dot 0 - 3 dot 0 = 0 != 1 $
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So kann $W$ kein Untervektorraum von $QQ^3$ sein, da diese Menge kein neutrales Element enthaelt.
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226
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel04.typ
Normal file
226
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel04.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,226 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "4")
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= Basis von Vektorraeumen
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Sei $V$ ein $RR$-Vektorraum und $b_1, b_2, b_3, b_4$ eine Basis von $V$. Definiere
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$ v_1 = b_1 + 2b_2 + b, $
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$ v_2 = 2b_1 + b_3 + b_4 , $
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$ v_3 = b_1 + b_2 + b_3 + b_4 , $
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$ v_4 = b_2 + b_3 + b_4 , $
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$ w = 2b_1 − b_3 . $
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+ Zeigen Sie, dass $v_1, v_2, v_3, v_4$ eine Basis von $V$ ist.
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*Abgabe in Papierform.*
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// Jede Basis von $V$ kann durch Kombination von $v_i$ dargestellt werden.
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//
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// $ b_1 = v_3 - v_4 \
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// b_2 = v_4 - v_2 + 2 b_1 \
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// b_3 = v_4 - b_2 - b_4 \
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// b_4 = v_1 - b_1 - 2 b_2 $
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//
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// Es gilt $dim(V) = 4$. Angenommen, $dim(angle.l v_1, v_2, v_3, v_4 angle.r) = n != dim(V)$. Falls $n > dim(V)$, dann steht dies im Widerspurch zu der Annahme, dass $v_i$ nur durch 4 Basisvektoren konstruiert werden koennen.
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//
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//TODO Zweiter FALL
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//
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+ Definiere die beiden Unterräume $U_1 = ⟨{v_1, v_2, v_3}⟩$ und $U_2 = ⟨{v_4, w}⟩$.
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Bestimmen Sie jeweils eine Basis von $U_1 ∩ U_2$ und $U_1 + U_2$.
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*Abgabe in Papierform.*
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//$A = U_1 + U_2 := {a, b: a in U_1, b in U_2}$
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//$BB_A = {v_1, v_2, v_3, v_4, w}$, da alle 5 Vektoren linear unabhaengig sind.
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//$B= U_1 sect U_2$
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//Aufstellen einer Matrix:
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//$ mat(2, 0, 1, 2, 1, 0; 0, 1, 1, 0, 2, 0; -1, 1, 1, 1, 0, 0; 0, 1, 1, 1, 1, 0) $
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//Dies ergibt folgenden Loesungsvektor:
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//$ X = vec(1, 1, -1, 1, 1) $
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//Also folgt: $BB_B = {(2, 1, 0, 1)}$
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= Lineare Unabhaengigkeit
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Im $QQ^4$ definieren wir die Vektoren
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$ v_1 = (1, 0, 0, 1), v_2 = (1, 2, 3, 4), v_3 = (4, 3, 2, 1), v_4 = (0, 1, 1, 0), $
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||||
$ w_1 = (1, 2, 1, 2), w_2 = (−1, 0, 1, 0), w_3 = (0, 1, 0, 1) "und" w_4 = (1, 1, 1, −1). $
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Entscheiden Sie jeweils, ob die $v_i$ bzw. $w_i$ linear unabhängig sind.
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*Abgabe in Papierform.*
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//Aufstellen einer Matrix:
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//
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//$ M_v = mat(1, 0, 0, 1; 1, 2, 3, 4; 4, 3, 2, 1; 0, 1, 1, 0) M_w = mat(1, 2, 1, 2; -1, 0, 1, 0; 0, 1, 0, 1; 1, 1, 1, -1) $
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//
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//Ermitteln der Determinanten:
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//
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//#image("Media/mat_v.png")
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//#image("Media/mat_w.png")
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//
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//$therefore$ Die $v_i$ sind nicht linear unabhaengig, wohingegen die $w_i$ linear unabhaengig sind.
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//
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= Vektorraum von Funktionen
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Sei $KK$ ein Körper und $V$ der Vektorraum aller Funktionen $f : KK → KK$.
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Definiere $U_1 = {f ∈ V | f (x) = f (−x)}$ und $U_2 = {f ∈ V | f (x) = −f (−x)}$.
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+ Zeigen Sie, dass $U_1$ und $U_2$ Unterräume von $V$ sind.
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Ein Unterraum $U subset.eq V$ braucht drei Eigenschaften:
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1. $f (x) = 0 in U$ .
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2. $f , g in U: f + g in U$.
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3. $f in U, lambda in K: lambda f in U$.
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== $U_1 = { f in V divides f (x) = f (- x) }$
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Nullfunktion: $f (x) = 0$ gehört zu $U_1$, da $0 = 0, quad forall x in K$ gilt.
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Abg. unter Addition: Für $f , g in U_1$ gilt:
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$ (f + g) (x) = f (x) + g (x) $ <sum1>
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||||
$ (f + g) (- x) = f (- x) + g (- x) $ <sum2>
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$ therefore f (x) = f (- x) and g (x) = g (- x) &==>^(#[@sum1, @sum2]) (f + g) (x) = (f + g) (- x) \
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||||
&<==>^("Def.") f + g in U_1 $
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Abg. unter sk. Mult. : Für $f in U_1$ und $lambda in K$ gilt:
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$ (lambda f) (x) = lambda f (x) $
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$ (lambda f) (- x) = lambda f (- x) $
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$ therefore f(x ) = f(-x) ==> (lambda f) (x) = (lambda f) (- x) <==> lambda f in U_1 $
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Damit ist $U_1$ ein Unterraum.
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== $U_2 = { f in V divides f (x) = - f (- x) }$
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Nullfunktion: $f (x) = 0$ gehört zu $U_2$, da $0 = - 0, quad forall x in K$ gilt.
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Abg. unter Addition: Für $f , g in U_2$ gilt:
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$ (f + g) (x) = f (x) + g (x) $
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$ (f + g) (- x) = f (- x) + g (- x) $
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$ f (x) = - f (- x) and g (x) = - g (- x) $
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$ therefore (f + g) (- x) = - f (x) - g (x) = - (f (x) + g (x)) = - (f + g) (x) <==> f + g in U_2 $
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Abg. unter sk. Mult.: Für $f in U_2$ und $lambda in K$ gilt:
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$ (lambda f) (x) = lambda f (x) $
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$ (lambda f) (- x) = lambda f (- x) $
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$ f (x) = - f (- x) $
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$ therefore (lambda f) (- x) = - lambda f (x) = - (lambda f) (x) <==> lambda f in U_2 $
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Damit ist $U_2$ ein Unterraum.
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////////////////////////////////////////////////////
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+ Angenommen in $KK$ gilt $-1 != 1$. Zeigen Sie, dass $V = U_1 ⊕ U_2$ ist.
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Die Bedingung $V = U_1 xor U_2$ bedeutet:
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+ $V = U_1 + U_2 <==> f = f_1 + f_2, f_1 in U_1 and f_2 in U_2$.
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+ $U_1 sect U_2 = { 0 }$
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Für $f in V$, definiere:
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$ f_1 (x) = frac(f (x) + f (- x), 2) , quad f_2 (x) = frac(f (x) - f (- x), 2) . $
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Es gilt:
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$ f_1 (- x) = frac(f (- x) + f (x), 2) = frac(f (x) + f (- x), 2) = f_1 (x) ==> f_1 in U_1 $
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$ f_2 (- x) = frac(f (- x) - f (x), 2) = - frac(f (x) - f (- x), 2) = - f_2 (x) ==> f_2 in U_2 $
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$ f_1 (x) + f_2 (x) = frac(f (x) + f (- x), 2) + frac(f (x) - f (- x), 2) = f (x) $
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Damit ist $V = U_1 + U_2$.
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Sei $f in U_1 sect U_2$.
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Dann gilt:
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$ f (x) = f (- x) quad upright("und") quad f (x) = - f (- x) . $
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$ f (x) = - f (x) arrow.r.double.long 2 f (x) = 0 . $
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$ - 1 eq.not 1 <==> 0 eq.not 2 ==> f (x) = 0, forall x in K <==> f = 0 $
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Da beide Bedingungen erfüllt sind, folgt: $V = U_1 xor U_2$.
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= Polynome
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Sei $KK$ ein Körper und $f ∈ K[X]$ gegeben durch
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$ f(X) = sum_(j=0)^n a_j X_j $
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mit $n >= 1 "und" a_n != 0$.
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Zeigen Sie: Zu einem $c ∈ KK$ gibt es genau dann ein Polynom $g ∈ K[X]$ mit
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$ f = (X − c)g , $
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wenn gilt
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$ f(c) = sum_(j=0)^n a_j c_j = 0 $
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// [=>]
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+ Angenommen $f = (X -c)g$. Dann gilt:
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$ f(c) = (c-c)g = 0 quad checkmark $
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+ Angenommen $f(c) = 0$.
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Sei $X = Y + c <==> Y = X - c$.
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$ f &= sum_(j=0)^n a_j (Y+c)^j $
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Falls $Y=0$, dann gilt:
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$ f &= sum_(j=0)^n a_j c^j = 0 = 0g $
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nach Vorraussetzung.
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Sonst gilt:
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$ f &= sum_(j=0)^n a_j (Y+c)^j = sum_(j=0)^n a_j (Y+c)^j - a_j c^j + a_j c^j \
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&= sum_(j=0)^n a_j (Y+c)^j - a_j c^j + underbrace(sum_(j=0)^n a_j c^j, f(c) = 0) $
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Wobei in der expandierten Form von $(Y+c)^j$ nach dem Binomial Satz, jeder Summand den Faktor $Y$ entaehlt, ausser $c^j$, was sich hier aber kuerzt.
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Da jeder Summand von $f$ den Faktor $Y = X - c$ mindestens einmal enthaelt ist $f$ restlos durch $X - c$ teilbar. Damit laesst sich $f$ wie folgt schreiben:
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$ f = (X-c)g <==> g = f/(X-c) quad checkmark $
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$qed$
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232
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel05.typ
Normal file
232
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel05.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,232 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "5")
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= $CC$-Vektorraum
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Betrachte den $CC$-Vektorraum $V = CC^4$ und
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$ w_1 = (1, i, 0, −i), w_2 = (i, 1, 0, i), w_3 = (0, −2i, 0, i + 1) in CC^4 . $
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||||
Sei $W = ⟨{w_1, w_2, w_3}⟩$. Bestimmen Sie einen zu $W$ komplementären Unterraum vom $V$ und geben Sie jeweils eine Basis von $U$ und $W$ an.
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*Abgabe in Papierform*.
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//$ W_B = angle.l {w_1, w_2} angle.r $
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//
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//$ U_B = angle.l {(0, 0, 1 ,0), (i - 1, 1 - i, 0, 2)} angle.r $
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//
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//Es gilt:
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//
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//$ V = W plus.circle U $
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//
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//was aus der linearen Unabhaengigkeit von den Basisvektoren von $W$ und $U$ folgt und da
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//
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//$ dim(V) = dim(W) + dim(U) = 4 . $
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||||
= Komplementaere Unterraeume
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Sei $K$ ein Körper und $V$ ein K-Vektorraum mit $m$ Unterräumen $W_1, . . . , W_m ⊂V$.
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+ Zeigen Sie, dass die folgenden zwei Aussagen äquivalent sind:
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#enum(numbering: "(i)",
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enum.item(1)[Es gilt $V = W_1 ⊕. . . ⊕W_m$.],
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enum.item(2)[Für jedes $v ∈V$ gibt es eindeutige $w_1 ∈W_1, . . . , w_m ∈W_m "mit" v = w_1 + . . . + w_m$. ])
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Angenommen (i). Dann folgt:
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Also ist hier die Null auf genau eine Weise darstellbar:
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$ 0 = w_1 + w_2 + ... <==> 0 = 0 + 0 ... $ <null>
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Sei $v in V$.
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$ v = w_1 + w_2 + ... = w'_1 + w'_2 + ... \
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<==> 0 = (w_1 - w'_1) + (w_2 - w'_2) + ... $
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Nach @null muss also $w_i = w'_i$, wodurch die Darstellung von $v$ eindeutig ist.
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Angenommen (ii). Dann gilt:
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$ v = w_1 + . . . + w_m <==> V = W_1 plus ... plus W_m . $ <comp>
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Sei $A(n) :<==> U = W_1 + ... + W_(n), O = W_(n+1) + ... + W_m: U plus.circle O$
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Induktionsanfang (IA): Sei $V$ wie hier mit $n=1$ folgt:
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$ underbrace(W_1, U) plus underbrace(W_2 plus ... plus W_(m), O) = V $
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Sei nun $v in U sect O$, dann folgt:
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$ v = u_1 = o_m $
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Da $v$ jedoch eindeutig dargestellt werden muss, folgt $u_1 = o_m = 0$.
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Also ist:
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$ U_1 sect W_m = 0 ==>^("mit" #[@comp]) U_1 plus.circle W_m $
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Induktionshypothese (IH): Angenommen A(n), fuer $n in N$.
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Induktionsschritt (IS): Nun gilt es zu zeigen, dass A(n+1) auch gilt.
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...
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*Der Rest ist in Papierform*
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+ Ist die folgende Aussage ebenfalls äquivalent zu den ersten beiden? Geben Sie einen Beweis oder ein Gegenbeispiel an.
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(iii) Es gilt $V = W_1 + . . . + W_m$ und $W_i ∩ W_j = {0}$ für alle $1 ≤i < j ≤m$.
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Gegenbeispiel:
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$ V = RR^2, quad W_1 = angle.l (0, 1) angle.r , angle.l (1, 0) angle.r, angle.l (1, 1) angle.r $
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Dann gilt:
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$ V = W_1 + W_2 \
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sect.big W_i = 0 $
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da $W_1$ und $W_2$ linear unabhaengig sind und sich die drei Geraden im Ursprung schneiden.
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Sei $v = (1, 1)$, dann folgt:
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$ v = w_1 + w_2 = w_3 = vec(1, 0) + vec(0, 1) = vec(1, 1) $
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Also ist die Darstellung von $v in V$ nicht eindeutig.
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= Projektionen
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Sei $K$ ein Körper und $V$ ein K-Vektorraum.
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Angenommen $ϕ: V →V$ ist eine lineare Abbildung mit der Eigenschaft $ϕ ◦ϕ = ϕ$ <2b1> .
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Zeigen Sie, dass es zwei Untervektorräume $W_1, W_2 ⊂V$ mit $V = W_1 ⊕W_2$ gibt, sodass die Gleichungen $ϕ(w_1) = w_1$ für alle $w_1 ∈W_1$ und $ϕ(w_2) = 0$ für alle $w_2 ∈W_2$ gelten.
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Setze folgenden UVR von $V$:
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$ W_1 = im(phi.alt), quad W_2 = ker(phi.alt) $
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Nun gilt fuer $v in V$:
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$ phi.alt(phi.alt(v)) &=^(#[@2b1]) phi.alt(v) \
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<==> phi.alt(phi.alt(v)) - phi.alt(v) &= 0 \
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<==>^("lin.") phi.alt(phi.alt(v) - v) &= 0 $
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Also folgt:
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$ k &= phi.alt(v) - v, quad k in ker(phi.alt) \
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<==> v &= phi.alt(v) - k, quad k in W_2, quad phi.alt(v) in W_1 $
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Da $v$ beliebig war, gilt: $V = W_1 + W_2$.
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Sei $x in W_1 sect W_2$.
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Dann gilt:
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$ x in W_1 &==> phi.alt(x) = x \
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x in W_2 &==> phi.alt(x) = 0 \
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therefore x &= 0 $
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Da $x$ beliebig war, folgt: $W_1 sect W_2 = 0$.
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Also ist $V = W_1 plus.circle W_2$. Die Eigenschaften von $phi.alt$ gelten nach Konstruktion.
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$qed$
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= Fibonacci
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Sei $V := {(a_i)_(i∈N) : a_i ∈R}$ der R-Vektorraum aller reellen Folgen.
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Wir definieren die lineare Abbildung $ϕ$ durch
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$ ϕ: V →V, (a_1, a_2, a_3, . . .) |-> (a_2, a_3, . . .) . $
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Definiere nun
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$ psi = ϕ ◦ϕ −ϕ − id(V) . $ <fib>
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+ Bestimmen Sie die Dimension von $ker(ψ)$.
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Zuerst bestimme ich den Kern von $psi$:
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$ ker(psi) = {v in V: psi(v) = 0 <==> phi(phi(v)) - phi(v) - v = 0} $
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Die Funktion $phi$ verschiebt alle Elemente von $v in V$ um einen Index nach links.
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Aus der Definition von $phi$ folgt, dass folgendes gelten muss:
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$ forall k in ker(psi): k_n = k_(n-1) + k_(n-2), quad n > 2 $ <ker>
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Also gilt: Damit ein $v in V$ im Kern von $psi$ liegt muessen alle Elemente durch die ersten Beiden eindeutig bestimmt sein.
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Eine moegliche Basis fuer den Kern ist:
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$ bold(b'_1) = (1, 0, a_3, a_4, ...) \
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bold(b'_2) = (0, 1, a_3, a_4, ...) $
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Diese Basisvektoren sind linear unabhaengig und jedes Element laesst sich durch Linearkombination dieser beiden Vektoren darstellen.
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Da sich der Kern durch zwei Basisvektoren darstellen laesst, folgt:
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$ dim(ker(psi)) = 2 $
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+ Finden Sei eine Basis $b_1, . . . , b_m$ von ker(ψ), die die Form $b_i = (α_i, α_i^2 , α_i^3 , . . .)$ für reelle Zahlen $α_1, . . . , α_m$ hat.
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Jeder Basisvektor vom Kern muss im Kern liegen, also:
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$ alpha^n = alpha^(n-1) + alpha^(n-2), quad forall n > 2 $
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Hier waehlen wir $n=2$ o.E.d.A, da wir die Gleichung immer durch $alpha^t$ teilen koennen, da $alpha != 0$, da der Nullvektor kein Basisvektor vom Kern sein kann.
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Wir wollen also die folgende Gleichung loesen:
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$ alpha^2 - alpha - 1 = 0 $
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Nach der Lösungsformel für die allgemeine quadratische Gleichung folgt fuer $alpha$:
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$ alpha = (1+ sqrt(5))/2, quad dash(alpha) = (1- sqrt(5))/2 $
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Da der Kern zweidimensional ist und $bold(b_1)$ und $bold(b_2)$ linear unabhaengig sind, folgt:
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Also folgt fuer diese spezifische Basis von $ker(psi)$:
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$ bold(b)_1 = (alpha, alpha^2, alpha^3, ...), quad bold(b)_2 = (dash(alpha), dash(alpha)^2, dash(alpha)^3, ...) $
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+ Sei die Fibonacci-Folge $(F_n)_(n∈N)$ definiert durch: $F_1 = 1, F_2 = 1, F_(n+2) = F_(n+1) + F_n$ für alle $n ∈N$. Zeigen Sie, dass $F_n ∈ker(ψ)$ liegt und schreiben Sie $(F_n)$ als Linearkombination ihrer Basis $b_1, . . . , b_m$.
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$ F_(n+2) &= F_(n+1) + F_n \
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<==> F_(n) &= F_(n-1) + F_(n-2), forall n > 2 $
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Damit liegt $F_n$ nach @ker im Kern von $psi$.
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Wir wissen, dass $F_1 = 1$ und $F_2 = 1$, wodurch $F_((0)) = 0$ sein muesste.
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Ermitteln von $c_1, c_2$, durch einsetzen in die bekannte Gleichung fuer ein Element des Kerns:
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$ 0 &= c_1 ((1+ sqrt(5))/2)^0 + c_2 ((1- sqrt(5))/2)^0 <==> c_1 = - c_2 \
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1 &= c_1 (1+ sqrt(5))/2 + c_2 (1- sqrt(5))/2 \
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<==> 1 &= c_2 (1- sqrt(5))/2 - c_2 (1+ sqrt(5))/2 <==> 1 = (-2 sqrt(5))/2 c_2 ==> c_2 = -1/sqrt(5) \
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therefore &underline(c_2 &= -1/sqrt(5)) = - c_1 ==> underline(c_1 = 1/sqrt(5)) $
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Also:
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$ (F_n) = 1/sqrt(5) bold(b)_1 - 1/sqrt(5) bold(b)_2 $
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+ Bestimmen Sie eine Formel $F_n = sum^m_(i=1) c_i alpha_i^n$ , mit der die Fibonacci-Folge direkt berechnet werden kann.
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Wir wissen aus den Vorherigen Aufgabenteilen alles um eine geschlossene Form fuer die Fibonaccifolge aufzuschreiben.
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Wir muessen nur das Element der beiden Basisvektoren an $n$ Stelle ermitteln, was wir durch die Eigenschaft der Basisvektoren von Aufgabenteil b) tun koennen.
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Also ergibt sich die geschlossene Formel als:
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#rect($ F_n = 1/sqrt(5) ((1+ sqrt(5))/2)^n - 1/sqrt(5) ((1- sqrt(5))/2)^n $)
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361
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel06.typ
Normal file
361
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel06.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,361 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "6")
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#import "@preview/pavemat:0.1.0": pavemat
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= Vektorraeume
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+ Zeigen Sie, dass die Menge
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$ V := {x+y sqrt(2) | x, y in QQ} $
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mit der Addition auf $RR$ und der durch
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$ lambda dot (x + y sqrt(2)) := lambda x + lambda y sqrt(2) $
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definierten Multiplikation mit Skalaren zu einem Vektorraum ueber $QQ$ wird und bestimmen Sie die Dimension von $V$.
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Eigenschaften wie Distributivitaet und Assoziativitaet werden von $QQ$ vererbt.
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Seien $v, w in VV$ und $lambda in QQ$.
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$ v + w &= (a + b sqrt(2)) + (c + d sqrt(2)) \
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&= a + c + b sqrt(2) + d sqrt(2) \
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&= x + (b + d) sqrt(2) \
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&= x + y sqrt(2) in V $
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da $a+c in QQ$ ud $b+d in QQ$.
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$ lambda dot v &= lambda dot (x + y sqrt(2)) \
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&= lambda x + lambda y sqrt(2) in QQ $
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da $lambda x in QQ$ und $lambda y in QQ$
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Da $1$ und $sqrt(2)$ linear unabhaengig sind (ueber $QQ$) folgt:
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$ dim(V) = 2 $
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+ Zeigen Sie, dass $V$ mit der Multiplikation auf $RR$ ein Koerper ist.
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Es gilt zu zeigen:
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*Addition*:
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- Kommutative Addition
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_Wird vererbt_
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- Assoziative Addition
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_Wird vererbt_
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- Inverses der Addition
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Sei $v = a + b sqrt(2)$.
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$ v + v' = 0 => v' &= -v \
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&= -(a + b sqrt(2)) \
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&=^(#[@dist]) underline(underline(-a - b sqrt(2))) $
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- Neutrales der Addition
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Das Neutrale ist hier $0 + 0 sqrt(2)$.
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*Multiplikation*:
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- Kommutative Multiplikation
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_Wird vererbt_
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- Assoziative Multiplikation
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||||
_Wird vererbt_
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- Inverses der Multiplikation
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Sei $v = a + b sqrt(2)$.
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$ v v' = 1 => v' &= 1/v \
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&= 1/(a + b sqrt(2)) = (a - b sqrt(2))/((a + b sqrt(2))(a-b sqrt(2)))\
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&= (a - b sqrt(2))/(a^2 + 2 b^2) \
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&= underline(underline(underbrace(a/(a^2 + 2 b^2), c in QQ) - (b )/underbrace(a^2 + 2 b^2, d in QQ)sqrt(2))) $
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- Neutrales der Multiplikation
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Das Neutrale ist hier $1 + 0 sqrt(2)$.
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*Distributivitaet*:
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$ (x + y sqrt(2)) (z + u sqrt(2)) &= x z + 2y u + x u sqrt(2) + z y sqrt(2) \
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&= 2y u + x z + (x u + z y)sqrt(2) \
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&= a + b sqrt(2)
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$ <dist>
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Wobei $a = 2y u + x z in QQ$ und $b = x u + z y in QQ$.
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$qed$
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+ Sei $W$ der von $1, sqrt(2), sqrt(3)$ und $sqrt(6)$ in $RR$ erzeugte $QQ$-Vektorraum. Bestimmen Sie die Dimension. Zeigen Sie, dass $W$ auch ein Vektorraum ueber dem Koerper $V$ aus Teil (b) ist. Bestimmen Sie wieder die Dimensionen.
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Unabhaengigkeit der Basen von $W$ zeigen:
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Es muss gelten (mit $a, b, c, d in QQ$ und $a b c d != 0$):
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$ a + b sqrt(2) + c sqrt(3) + d sqrt(6) = 0 \
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b sqrt(2) + c sqrt(3) = -1 dot (d sqrt(6) + a) \
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2 b^2 + 3 c^2 + 2 b c sqrt(6) = 6 d^2 + a^2 + 2 a d sqrt(6) \
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2 b c sqrt(6) - 2 a d sqrt(6) = - (2 b^2 + 3 c^2) + 6 d^2 + a^2 \
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sqrt(6) (2 b c - 2 a d ) = 6 d^2 + a^2 - (2 b^2 + 3 c^2) \
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sqrt(6) = (6 d^2 + a^2 - (2 b^2 + 3 c^2))/(2 b c - 2 a d ) =: l \
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$ <lind>
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damit die Basen voneinander linear unabhaengig sind.
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Da $QQ$ ein Koerper ist, gilt $l in QQ$. Somit muss $sqrt(6) in QQ$ damit die Gleichung eine Loesung hat.
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Angenommen $sqrt(6) = p/q$, wobei $p, q$ teilerfremde positive natuerliche Zahlen sind.
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Die Quadratwurzel von 6 kann keine natuerliche Zahl sein, da $4 < 6 < 9 => 2 < sqrt(6) < 3$.
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$ sqrt(6) = p/q \
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6 q = p^2/q $
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wobei $6 q in NN$. Es gilt $p^2/q in.not NN$, da sie teilerfremd sind $arrow.zigzag$.
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Es folgt also $sqrt(6) in.not QQ$. Also kann @lind nicht geloest werden.
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Da so $1, sqrt(2), sqrt(3)$ und $sqrt(6)$ linear unabhaengig sind (ueber $QQ$) folgt:
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$ dim(W_QQ) = 4 $
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Wenn wir nun $V$ als unseren Koerper betrachten, dann faellt direkt auf, dass $1 "und" sqrt(2)$ nicht mehr linear unabhaengig sind, da ($a + b sqrt(2), c + d sqrt(2) in V$):
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$ a + b sqrt(2) &= (c + d sqrt(2)) sqrt(2) \
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&= 2 d + c sqrt(2) $
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Auch sind $sqrt(3), sqrt(6)$ voneinander linear abhaengig:
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$ sqrt(3)(a + b sqrt(2)) &= sqrt(6) (c + d sqrt(2)) \
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a sqrt(3) + b sqrt(6) &= 2 d sqrt(3) + c sqrt(6) $
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Das gleiche laesst sich auch beim Einsetzen der Eigenschaften von $v in V$ und unter Betrachtung des ersten Teilergebnisses erkennen ($lambda_i in V$):
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$ lambda_1 + lambda_2 sqrt(2) + lambda_3 sqrt(3) + lambda_4 sqrt(6) \
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<==> undershell((a_1 + a_2 sqrt(2)) + (2 b_1 + b_2 sqrt(2)), #[lin. abh.]) + undershell((c_1 sqrt(3) + c_2 sqrt(6)) + ( 2 d_1 sqrt(3) + d_2 sqrt(6)), #[lin. abh.]) $
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Nach dem Selben Argument wie oben sind die beiden Bloecke, durch betrachten der jeweiligen Bassen, voneinander linear unabhaengig.
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Es folgt also:
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$ dim(W_V) = 2 $
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= Gleichungssystem
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Loesen Sie das folgende lineare Gleichungssystem
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$ x+y &=-1 \
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-x + y &= -1 \
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x+y -z &= 0 $
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sowohl ueber dem koerper $QQ$ als auch ueber dem Koerper $FF_3$.
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Zuerst wird als Koerper $QQ$ angenommen.
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Umformen in eine Matrix mit Loesungsspalte:
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$ mat(1, 0, 1, -1; -1, 1, 0, -1; 1, 1, -1, 0; augment: #(-1)) $
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Gaussverfahren anwenden:
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#grid(columns: 4,
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$ mat(1, 0, 1, -1; 0, 1, 1, -2; 0, 1, -2, 1; augment: #(-1)) $,
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$ mat(1, 0, 1, -1; 0, 1, 1, -2; 0, 0, -3, 3; augment: #(-1)) $,
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$ mat(1, 0, 1, -1; 0, 1, 1, -2; 0, 0, 1, -1; augment: #(-1)) $,
|
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$ mat(1, 0, 1, -1; 0, 1, 0, -1; 0, 0, 1, -1; augment: #(-1)) $,
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)
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Loesungsmatrix:
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$ mat(1, 0, 0, 0; 0, 1, 0, -1; 0, 0, 1, -1; augment: #(-1)) $
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Es folgt also:
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$ x &= 0 \
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y &= -1 \
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z &= -1 $
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Definiere den Koerper $FF_3 = {0, 1, 2}$.
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Betrachten Matrix (Welche mit dem Gaussverfahren bistimmt wurde):
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$ mat(1, 0, 1, -1; 0, 1, 1, -2; 0, 0, -3, 3; augment: #(-1)) $,
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Hier duerfen wir nicht durch 3 teilen, da $3 = 0$ in $FF_3$ gilt.
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Also machen wir eine Fallunterscheidung fuer $z$:
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Auch kann $z$ jeden Wert annehmen, da
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$ -3 dot 0 = 0 \
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-3 dot 1 = 0 \
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- 3 dot 2 = 0 $
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Fall 1: ($z = 0$)
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Es muss gelten:
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$ x = -1 = 2 \
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y = -2 = 1 $
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Fall 2: ($z = 1$)
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$ x + 1 = -1 = 2 => x = 1 \
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y + 1 = -2 = 1 => y = 0 $
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Fall 3: ($z = 2$)
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$ x + 2 = -1 = 2 => x = 0 \
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y + 2 = -2 = 1 => y = 2 $
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Die Loesungsmenge ist hier also:
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$ LL = {(0, 2, 2), (1, 0, 1), (2, 1, 0)} $
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= Matrix invertieren
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Ist die Matrix $A in QQ^(4 times 4)$ mit $A = mat(1, 1, 0, 1; 0, 1, 0, 3; -1, 0, 1, 2; 0, 1, 1, 4)$ invertierbar?
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Benutzen Sie nur die Hilfsmittel die einschliesslich der Vorlesung vom 29.1 zur Verfuegung stehen.
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Bijektive Umformungen mit dem Gaussverfahren:
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#grid(
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columns: 2,
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row-gutter: 10pt,
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$ mat(1, 1, 0, 1;
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0, 1, 0, 3;
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-1, 0, 1, 2;
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0, 1, 1, 4) $,
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||||
$ mat(1, 1, 0, 1;
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||||
0, 1, 0, 3;
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||||
0, 1, 1, 3;
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||||
0, 1, 1, 4) $,
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||||
$ mat(1, 1, 0, 1;
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||||
0, 1, 0, 3;
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||||
0, 0, 1, 0;
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0, 0, 1, 1) $,
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||||
$ mat(1, 1, 0, 1;
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||||
0, 1, 0, 3;
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||||
0, 0, 1, 0;
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0, 0, 0, 1) $,
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||||
$ mat(1, 1, 0, 1;
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0, 1, 0, 0;
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0, 0, 1, 0;
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0, 0, 0, 1) $,
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||||
$ mat(1, 0, 0, 0;
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||||
0, 1, 0, 0;
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||||
0, 0, 1, 0;
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0, 0, 0, 1) $,
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)
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Da der $A$ eine $4 times 4$ Matrix ist und einen Rank von $4$ hat, ist $A$ invertierbar.
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$qed$
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= Polynome II
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Sei $V_n := {f in K[X]: deg(f) <= n}$ die Menge der Polynome von Grad hoechstens $n$ ueber einem Koerper $K$.
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+ Zeigen Sie, dass $V_n$ ein Untervektorraum der Dimension $n+1$ von $K[X]$ ist.
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Pruefen der Eigenschaften fuer einen Unterraum:
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Abgeschlossenheit unter Addition:
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Seien $f, g in V_n$, also $deg(f), deg(g) <= n$.
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Nun gilt:
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$ deg(f+g) = max({deg(f), deg(g)}) <= n ==> f+g in V_n $
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Abgeschlossenheit unter skalarer Multiplikation:
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Fuer $c in K$ und $c != 0$, gilt:
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$ deg(c f ) = deg(f) ==> c f in V_n $
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Das Nullpolynom ist in $V_n$ enthalten, da
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$ deg(0) = 0 <= n, quad forall n in NN $
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Eine Basis von $V_n$ ist gegeben durch:
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$ B_(V_n) = {X^0, X^1, X^2, ... , X^n} $
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Diese Basis hat $n+1$ Elemenente, weshalb die gilt:
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$ dim(V_n) = n+1 $
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+ Zeigen Sie weiter, dass die Abbildung
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$ phi: V_n -> V_(n+2), quad f |-> (X^2 + 1)f $
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eine lineare Abbildung ist.
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Zuerst pruefen der ersten Eigenschaft:
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Seien $f, g in V_n$ und $lambda in K$.
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$ phi(f + g) &= (X^2 + 1)(f + g) \
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&= X^2 dot f + f + X^2 dot g + g \
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&= (X^2 + 1)f + (X^2 + 1)g \
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&= phi(f) + phi(g) $
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$ lambda dot phi(f) &= lambda dot (X^2 + 1) dot f \
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&= (X^2 + 1) dot lambda f \
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&= phi(lambda f) $
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$qed$
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Ein Polynom kann problemlos mit einem Skalar multipliziert werden.
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Auch ist die Multiplikation mit einem Anderen Polynom anderer Ordnung moeglich.
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+ In allen $V_n$ sei die Basis $X^0, X^1, ..., X^n$ gegeben.
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Ist $f=a_n X^n + ... + a_0 X^0$ und $(X^2 + 1)f = b_(n+2) X^(n+2) + ... + b_0 X^0$, dann ist durch $phi_n$
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auch eine Abbildung $Phi_n: K^(n+1) -> K^(n+3)$ mit
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$ (a_0, a_1, ..., a_n) |-> (b_0, b_1, ..., b_(n+2)) $
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gegeben. Zeigen Sie, dass $Phi_n$ linear ist und bestimmen Sie die zugehoerige Matrix.
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Sei $f,g in V^n$ und $lambda in K$.
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$ Phi(f+g) &= Phi(f) + Phi(g) $
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$ lambda dot Phi(f) &= Phi(lambda dot f) $
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nach dem selben Argument wie in Teil (b).
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Die zugehoerige Matrix sieht wie folgt aus:
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#{
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set text(size: 1.1em)
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pavemat(
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delim: "[",
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)[$ mat(1, 0, 0, 0, 0, ..., 0;
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0, 1, 0, 0, 0, ..., 0;
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||||
1, 0, 1, 0, 0, ..., 0;
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||||
0, 1, 0, 1, 0, ..., 0;
|
||||
0, 0, 1, 0, 1, ..., 0;
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||||
dots.v, dots.v, dots.v, dots.down, dots.down, dots.down, 0;
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0, 0, 0, 0, 1, 0, 1;) $]
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}
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wobei sie $n+1$ Spalten und $n+3$ Reihen hat.
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81
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel07.typ
Normal file
81
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel07.typ
Normal file
@@ -0,0 +1,81 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "7")
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= Vektorraeume
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Fuer eine Matrix $A = (a_(i j)) in K^(n times n)$ definieren wir die Reiehen- und Spaltensummen durch
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$ R_r (A) := sum^n_(i = 1) a_(r i) quad "und" quad S_s (A) := sum^n_(i = 1) a_(i s) . $
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Sei $V$ die Menge aller $n times n$- Matrizen fuer die alle Reiehen- und Spaltensummen gleich sind.
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Also
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$ V:= {A in K^(n times n):R_r (A) = S_s (A) "fuer alle" r, s = 1, ..., n} $
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+ Zeigen Sie, dass $V$ ein Untervektorraum von $K^(n times n)$ ist.
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Seien $v, w in V$.
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Bei der Matrixaddition werden alle Reiehen und Spalten addiert. Dabei gilt:
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$ v_(i j) = c_1, quad w_(i j) = c_2 $
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Also
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$ v_(i j) + w_(i j) = c_1 + c_2 = c => v + w in V $
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$ lambda v = lambda v_(i j) = lambda c_1 = c => lambda v in V $
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+ Bestimmen Sie die Dimension und eine Basis von $V$.
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Wir koennen alle Eintraege von $v in V$ beliebig waehlen, bis auf jeweils die letzen innerhalb einer Zeile oder Spalte. Daraus muss folgen:
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$ dim(V) = (n-1)(n-1) = (n-1)^2 $
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= Einheitsmatrix
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Sei $A in K^(n times n)$ mit der Eigenschaft, dass $A B = B A, quad forall B in K^(n times n)$ gilt.
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Zeigen Sie, dass $A = lambda E_n$ fuer ein $lambda in K$ ist.
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Hier gilt es zu zeigen, dass nur ein Vielfaches der Einheitsmatrix die Kommutativit mit einer beliebigen Matrix $B$ erfuellt.
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Sei $B = bb(1)$. Falls $A = bb(1)$ dann waehle $B != bb(1) and B != bb(0)$.
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Angenommen fuer $A$ gilt, dass $exists a_(i j): i != j: a = lambda != 0$.
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Nach Matrixmultiplikationsvorschrift ist diese nicht kommutativ $arrow.zigzag$.
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Wir wissen also, dass $A = mat(a, 0, 0, 0, ...;0, b, 0, 0, ...; 0, 0, c, 0, ...; 0, 0, 0, d, ...; dots.v, dots.v, dots.v, dots.v, dots.down)$ sein muss.
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Angenommen $a, b, c, ...$ sind ungleich. Dann laesst sich wieder durch Matrixmultiplikation ein Widerspruch erzeugen.
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Falls nun aber $a = b = c = ...$, dann ist $A = lambda E_n$.
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$qed$
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= Inverse einer Matrix
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Bestimmen Sie das Inverse der Matrix $A = mat(1, -1, 0, 1; 1, 0, -1, 1; 2, 3, -4, 1; 1, 0, 0, 1)$.
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Anwenden des Gaussverfahrens mit der Erweiterten Matrix:
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$ mat(1, -1, 0, 1, 1, 0, 0, 0;
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1, 0, -1, 1, 0, 1, 0, 0;
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2, 3, -4, 1, 0, 0, 1, 0;
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1, 0, 0, 1, 0, 0, 0, 1; augment: #4) $
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= Abbildungsmatrix
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Sei $frak(B)_1 = {(1, 0, 1), (1, 1, 0), (0, 1, 1)}$ eine Basis von $QQ^3$ und $frak(B)_2 = {(1,1), (-1, 1)}$ eine Basis von $QQ^2$. Sei $phi: QQ^3 -> QQ^2$ gegeben durch die Abbildungsmatrix
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$ A = mat(1, 2, 3; 4, 5, 6) $
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+ Bestimmen Sie die Abbildungsmatrix $A'$ von $phi$ bezueglich der Basen $frak(B_1)$ und $frak(B_2)$.
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+ Nach der Vorlesung gibt es $X in Q^(3 times 3)$ und $Y in QQ^(2 times 2)$, sodass $A = X A' Y$ gilt.
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Bestimmen Sie $X$ und $Y$.
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BIN
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel08.pdf
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BIN
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel08.pdf
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Binary file not shown.
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel08.typ
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21
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel08.typ
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@@ -0,0 +1,21 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "8")
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= Determinanten I
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Sei $K$ ein Koerper mit $"char"(K) != 2$.
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+ Seien $A, B$ zwei $n times n$ Matrizen mit Eintraegen in $K$. Definiere $b_(i j) := (-1)^(i+j) a_(i j)$.
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Zeigen Sie, dass $A = det(B)$.
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+ Bestimmen Sie abhaengig von $n$ die Determinante der Matrix:
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$ C = mat(0, 1, ..., 1; 1, dots.down, dots.down, dots.v; dots.v, dots.down, dots.down, 1; 1, dots, 1, 0) $
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= Determinanten II
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= Lineare Abbildung
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= Dualraeume
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel09.typ
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11
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel09.typ
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@@ -0,0 +1,11 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "9")
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel10.typ
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel10.typ
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@@ -0,0 +1,11 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "10")
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=
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel11.typ
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11
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel11.typ
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@@ -0,0 +1,11 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "11")
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=
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S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel12.typ
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11
S1/AGLA/Hausaufgaben/Zettel12.typ
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@@ -0,0 +1,11 @@
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// Load the preamble
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#import "../conf.typ": conf
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#show: conf.with(week: "12")
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