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university/S3/MaPhyIII/VL/MaPhIIIVL5.typ

132 lines
5.0 KiB
Typst

// Main VL template
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#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
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num: 5,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
Poisson ($Omega = "Kreisscheibe mit Radius" 1 \, space Delta u = 0 \, space u | _(partial _(Omega) ) := f (RR)$).
Fuer $norm(x)< 1$ ist die Loesung
$
u (x) = integral _(norm(y) = 1) K (x, y) f (y) dif y,
$
mit dem Integral-Kern
$
K (x, y) = (1 - norm(x)^2 ) / (2 pi) (1) / (norm(x - y)^2 ) .
$
Fuer $norm(x)= 1: u (x) = f (x)$ (muss so sein wegen der Randbedinung!)
Nicht trivial ist zu zeigen, dass dieses $u$ auf ganz $overline(Omega) = overline(K )_(1) $ stetig ist. Und die Berechnung von $K$ mit Hilfe von Polar-Koordinaten Sperataion der Varablen, Reiehen-Entwicklung (und Untersuchung der Reihe!)
Das Min-Max-Prinzip gilt auch fuer das Dirichlet-Problem.
#theorem[
Sei $Omega subset RR^n $ ein beschraenktes Gebiet. Ist $u in C (overline(Omega)) inter C^2 (Omega) $ und $Delta u = 0$ auf $Omega$, so gilt
$
min_(partial Omega) u <= u <= max _(partial Omega) u.
$
Gilt auf $Omega$ nur $Delta u >= 0$ so ist $u <= max_(partial Omega) u$.
]
Es folgt, dass jede Loesung $u in C (overline(Omega)) inter C^2 (Omega)$ ist durch die Randwerte eindeutig bestimmt. Der Beweis ist wie beim Draht.
#proof[
Setzte $v (x) = u (x) + epsilon norm(x)^2 .. (epsilon > 0) $. $v$ stetig $==>$ nimmt Maximum auf $overline(Omega)$ (kompakt) an. Sei $x_0 in overline(Omega)$ Maximalstelle. Es ist $x_0 in partial Omega$ denn wenn $x_0 in Omega$ so waere die Hessematrix von $v$ in $x_0$ negativ definit ist. Also
$
tr (H_(v) (x_0 ) ) = sum H_(v) (x_0 )_(j j) = (partial _(1) ^2 + ... + partial _(n) ^2 )v (x_0 ) \
= Delta u (x_0) + 2 n epsilon > 0 \
==> x_0 in partial Omega and u (x) <= v (x) <= v (x_0 ) = u (x_0 ) + epsilon norm(x_0 )^2.
$
$epsilon -> 0$ liefert die obere Abschaetzung. Untere Abschaetung durch die Betrachtung von $- u$.
]
#definition[
Von-Neumann-Randbedigungen. Es fuer jede Loesung
$
partial _(h) u (x_0 ) = f (x_0 ) space forall x_0 in partial Omega.
$
Hier ist $partial _(h) $ die Ableitung in Richtung des Einheits-Normalenvektorfelds $n$ auf dem Rand von $Omega$.
]
#highlight[TODO: Zusammenfassung erstellen und die Poisson Gleichung verstehe]
= Banach und Hilbertraeume
Wiederholung der Grundlagen
#definition[
Das Tupel $(X, norm(*))$ heisst *Banachraum*, wenn $X$ ein Vektorraum und $norm(*)$ eine Norm auf $X$ ist, und $X$ bezueglich dieser NOrm vollstaendig ist. Also jede Cauchy-FOlge gegen ein eindeutiges $a in X$ konvergiert.
]
#definition[
Ein Hilbertraum $(H, lr(angle.l *, * angle.r))$ ist ein Banachraum, dessen NOrm $norm(*)$ von einem Skalarprodukt induziert ist. Das heisst
$
norm(v) = sqrt(lr(angle.l v, v angle.r)) space forall v in H.
$
]
Der $RR^n $ ist vollstaendig bezueglich der euklidischen Norm. Nicht vollstaendig ist $ (0, 1] subset RR$ mit $norm(*)$ als Abstand. Aequivalenz von Normen impliziert die gegenseitige Abschaetzung.
Eine norm auf einem Vektorraum wird von einem Skalarprodukt induziert $<==>$
$
norm(v + w)^2 + norm(v - w)^2 = 2 norm(v)^2 + 2 norm(w)^2 space forall v, w in V.
$
Als Beispiel wieder, dass $C ([0, 1])$ nicht vollstaendig ist mit der Verbundenen Sprungfunktion.
== Vervollstaendigung
EIne Moeglichkeit, aus einem Vektorraum mit Skalarpodukt (Prae-Hilbertraum) einen vollstaendigen Raum zu konstruieren wird hier abstrakt demonstriert.
Betrachte in einem normierten VR $X$ alle Cauchy-Folgen in $X$. Dies ist ein Vektorraum. Versieh diesen mit einer Norm (dass die angegebene Abbildung tatsaechlich eine Norm definiert, muss man Cauchy-Folgen miteinander identifizieren, wenn sie sich nur um eine Nullfolge in $X$ unterscheiden). $X$ kann in sinnvoller Weise als Teilmenge des Raumes $hat(X)$, den wir aus Cauchy-Folgen in $X$ konstruieren, verstanden werden. $hat(X)$ ist mit der angegeenen Norm vollstaendig.
#definition[
Eine lineare Abbildung $f: X -> Y$ zwischen normierten Vektorraeumen heisst *Isometrie*, falls gilt
$
norm( f (x))_(Y) = norm(x)_(X) space forall x in X.
$
Falls diese Raueme Prae-Hilbert-Raume sind dann auch
$
lr(angle.l f (x), f (y) angle.r)_(Y) = lr(angle.l x, y angle.r)_(X).
$
]
Jede Isometrie ist injektiv.
#example[
Der Shift-Operator auf dem Raum aller quadratsummierbaren Folgen
]
#remark[
Lineare Abbildungen $l^2 -> l^2 $ sind die "unendlichen Matrizen", mit denen Born, Heisenberg, Jorgan 1925 Quantenmechanik betrieben.
]
Basis fuer den $l^2 $ ist
$
e_(i) := (0, ..., 0, underbrace(1, i"-te Stelle"), 0, ..., 0, ...) space forall i in NN union {0}.
$
Der Shift-Operator ist dann
$
s(e_(i)) = e_(i + 1) \
M_(s) := mat(
0, 0, 0, ...;
1, 0, 0, ...;
0, 1, 0, ...;
dots.v, dots.v , dots.v , ;
).
$