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@@ -1,7 +0,0 @@
// AGLA template
#import "../preamble.typ": *
#show: conf.with(num: 1)
= Uebersicht

160
S2/AGLA/VL/AgIIVL7.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,160 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
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num: 7,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
#theorem()[
Sei $F,M$ unitaere R-Moduln, und $F$ sei frei (mit Basis erzeugt).
Sei $phi: M -> F$ surjektiv Modul-Hom.
Dann gibt es einen Hom. $psi: F -> M$ mit $phi compose psi = "Id"$, und es gilt $M = ker phi plus.circle psi (F)$.
]
#proof[
Sei $S$ eine Basis von $F$. Zu jedem $s in S$ gibt es $m_(s) in M$ mit $phi (m_(s) ) = s$.
$
psi (s) := m_(s) space forall s in S ==> exists! "Hom." psi: F -> M "mit diesen Eigenschaften" \
phi compose psi (s) = s space forall s in S ==> phi compose psi = id_(F)
$
Fuer jedes $m in M$ schreibe
$
m = underbrace(psi compose phi (m), psi (F)) + (m - psi compose phi (m)).
$
Aber
$
phi (m - psi compose phi (m)) = phi (m) - phi compose psi compose phi (m) = phi (m) - phi (m) = 0,
$
also
$
M = ker phi + psi (F).
$
Wir wollen jetzt zeigen, dass die Summe direkt ist, also
$
ker phi sect psi (F) = {0}.
$
Sei $x in ker phi sect psi (F)$. Dann gibt es $y in F$ mit $x = psi (y)$. Wegen $x in ker phi$ ist
$
0 = phi (x) = phi compose psi (y) = y, "dann" x = psi (0) = 0.
$
]
#theorem[
Ist $U$ Untermodul des R-Moduls $M$ und $M slash U$ frei, dann gibt es Untermodul $V$ von $M$ mit $M = U plus.circle V$.
]
= 5 Moduln ueber HIR
#theorem[
Sei $M$ endlich erzeugter freier Modul ueber dem HIR $R$. Sei $U$ ein Untermodul von $M$. Dann ist $U$ frei und der Rang von $U <= "Rang von" M$ .
]
#proof[
Induktion nach $n = "Rang" M$. Ist $n = 0$, dann $M = {0}$, $U = {0}$.
Jetzt sei $n >= 1$, und Satz sei bekannt fuer alle M mit $"Rang" M < n$.
Sei $M$ mit $"Rang" M = n$ gegeben, $U subset M$ U-Modul. Zu zeigen ist jetzt, dann U frei ist.
Sei $e_1, ..., e_n $ eine Basis fuer M. jedes $u in U$ schreibe als Linearkombination der Basisvektoren.
Beobachten die Koeffizienten vor den Basisvektoren
$
alpha = {beta in R: exists beta_2, ... ,beta_n in R: beta e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n in U}
$
ist ein Ideal in R.
Ist $beta in alpha$ und $r in R$, dann ist $r beta in alpha$, weil $U$ Modul ist.
$
beta, beta' in alpha ==> exists beta_j, beta'_j in R "mit" beta e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n in U, beta' e_1 + beta'_2 e_2 + ... + beta'_n e_n in U, \
==> (beta - beta') e_1 + (beta_2 - beta'_2) e_1 + ... in U, "also" beta - beta' in alpha.
$
R ist also ein HIR, d.h. $exists gamma in R$ mit $alpha = (gamma) = gamma R$. Es gitb wegen $gamma in alpha$ ein $u in U$ mit
$
u = gamma e_1 + gamma_2 e_2 + ... + gamma_n e_n, gamma_j in R "geeignet".
==> "jedes" v in V$ ist von der Form $v = rho gamma e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n "mit" rho in R, beta_j in R "geeignet". \
==> v - rho u in angle.l e_2 \, ... \, e_n angle.r := M', "ist U-Modul, frei, Rang" M' = n-1.
$
Aber es gilt auch
$
v - rho u in U, "also" v - rho u in M' sect U = U', "ist U-Modul von" M'.
$
Nach Induktionsvorraussetzung ist $U'$ frei mit $"Rang" M' <= n-1$. Ist $gamma = 0$, dann ist $U' = U$, also sind wir fertig.
Also nehmen wir an, dass $gamma != 0$. Ist $y_1, ..., y_(t) $ eine Basis von $U'$, dann ist $u, y_1 , ... y_t $ Basis von U.
Die Begruendung dafuer ist
$
v - rho u in U', v - rho u = mu_1 y_1 + ... + mu_(t) y_(t) , v = rho u + mu_1 y_(t) in angle.l u \, y_1 \, ... \, y_(t) angle.r = U.
$
Das kleine u und alle $y_j $ sind linear unabhaengig.
Auch sind die $y_j $ Linearkombinationen der Basiselemente ohne $e$. Aber alle Basisvektoren sind linear unabhaengig.
Nur $u$ hat einen Anteil $e_i ==> gamma = 0$. Dann $mu_(j) = 0$, weil Basis von $U'$ bilden.
]
#theorem[
Endlich erzeugte torsionsfreie Moduln uber HIR sind frei.
]
#proof[
Sei $M$ ein torsionsfreies R-Modul, mit R HIR und es gelte $M = angle.l x_1 \, ... \, x_(s) angle.r , space x_j in M$.
Jedes $x_j $ ist linear unabhaengig, denn $r x_j = 0 ==> r = 0, "da" x_j "kein Torsionselement ist."$
In der Menge ${x_1, ..., x_(s) }$ waehle eine nach der Anzahl der Elemente groesste Teilmenge, die linear unabhaengig ist.
Hat diese $t$ Elemente, dann nimm an, diese sind $x_1, ..., x_(t) $.
Ist $s = t$, dann ist diese Menge eine Basis $==>$ M ist frei. Bleibt also $t < s$.
Dann ist ${x_1, ..., x_(t), x_(j) }, t < j <= s$ linear abhaengig. Es gibt also $alpha_(j) in R$, nicht alle Null, mit
$
alpha_j x_j = sum_(i = 1)^(t) alpha_i x_(i).
$
Es gilt ist $alpha_j != 0, "weil" x_1, ..., x_(t) "lin. abhaengig sind." $
Def. $alpha = alpha_(s) alpha_(s - 1), ..., alpha_(t + 1) != 0$. Es folgt $alpha x_j in R x_1 plus.circle R x_2 plus.circle ... plus.circle R x_(t) =: F, t < j <= s $.\
$==>$ $alpha x_(i) in F space forall 1 <= i <= s$, also sogar $alpha x in F space forall x in M$. Also hat $- alpha M$ in F eine Basis.
Da M torsionsfrei ist, gilt $M -> alpha M, m |-> alpha m$ ein Isomorphismus, also M frei.
]
M endl. erz. ueber HIR R $==>$ $M\/"Tor"M$ frei.
$==>$ $M = ("Tor"M)plus.circle U, "mit" U "geeignetes U-Modul"$.
$
M \/ "Tor"M = "Tor"M + U \/ "Tor"M tilde.equiv U \/ U sect "Tor"M.
$
#theorem[
Sei R HIR, M endl. erz. R-Modul. Dann gibt es einen freien Modul $F subset M$ mit
$
M = ("Tor"M) plus.circle F, "und" F tilde.equiv M \/ "Tor"M.
$
]
Gegeben sei ein Torsionsmodul M (d.h. jedes Element ist Torsionsmodul).
Q: Lassen sich diese klassifizieren?
= 6. Torsionsmoduln
Stets sei R ein HIR, M ein unitaeres R-Modul. Weil R kommutativ ist, ist $"Ann"(m) = {r in R: r m = 0}$ in R ein Ideal, also gibt es $delta (m) "mit" "Ann"(m) = (delta (m)) = R delta (m)$. Die $delta (m)$ heisst Ordnung von $m$, des Ideal $delta (m)$ heisst Ordnugngsideal und steht eindeutig fest.
Ist U Untermodulvon M, dann gibt es $"Ann"(U) = sect.big_(u in U) "Ann"(u) = sect.big_(u in U) delta (u) R = (delta (U)) $. \
Dabei heisst $delta (U)$ die Ordnung von U, es gilt $(delta (U)) subset (delta (u)), "also" delta (u) | delta (U) space forall u in U$.
Ist M Torsionsmodul, dann $delta (u) != 0 space forall u in M$, und $delta (U) " der ggT"_(u in U) delta (u) $.
Es gibt auch $delta (M) != 0$ fuer Torsionsmoduln M.
#example[
G abelsch Gruppe aufgefasst als Modul der ganzen Zahlen. Sei $\# G < oo$.
Fuer jedes $g in G$ gibt es ein $n in NN$ mit $n g = 0$. Die $n in NN$ mit $n g = 0$ bilden ideal in $ZZ$,
also ${n in ZZ: n g = 0} = k ZZ$, $k>0$ minimal, $k g = 0$. Hier heisst $k$ die Ordnung von $g$.
]

79
S2/AGLA/Zettel4.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,79 @@
AGLA Zettel 4
18.05.2025
Max Offermann
Jonas Hahn
Horst Kretschmer
= Aufgabe 1
== Teil a
Angenommen $QQ$ ist endlich erzeugt. Dann gilt
$
QQ = (q_1, ..., q_n ), q_i = (a_i ) / (b_i ).
$
Waehle $q_0 = (1) / (b) in QQ $ mit $b > product_(i) b_i$ und $b$ eine Primzahl. Da $b_i >= 1, space forall 1 <= i <= n$ gilt folgt
aus der Konstruktion von $b$, dass
$
b != b_i, space forall 1 <= i <= n.
$
Erlaubte Operationen, um das Erzeugnis in diesem $ZZ$-Modul zu bilden, sind
1. Multiplikation mit $ZZ$ $==>$ Variation von $a$
2. Addition innerhalb des Moduls mit
$
(a_1 , b_1 ) + (a_2, b_2 ) = (a_1 b_2 + a_2 b_1 ) / (b_1 b_2 )
$
$==>$ der Nenner innerhalb des Ereugnis kann nur Vielfache der $b_i $ aus dem Erzeugendensystem annehmen
Nun ist $b$ eine Primzahl ist und nicht in ${b_i: 1 <= i <= n }$ enthalten, also auch kein Vielfaches der $b_i $. Somit gilt $1/b in.not QQ$. Widerspruch.
Also ist $QQ$ nicht endlich erzeugt.
== Teil b
Es gilt zu zeigen, dass $QQ$ torsionsfrei und nicht frei ist.
=== $QQ$ ist nicht frei
Angenommen $QQ$ ist frei. Dadurch ist $QQ$ durch eine Basis erzeugt, von welcher jede endliche Teilmenge linear unabhaengig ist.
Da die Basis B von $Q$ nicht endlich sein kann, also auch mehr als ein Element enthaelt, waehle
$
q_1, q_2 in B , space q_1 = a/b "und" q_2 = c/d.
$
Betrachte $n,m in ZZ$
$
n a/b + m c/d = (n overbrace(a d,u) + m overbrace(c b, v)) / (d b).
$
Waehle $n = v "und" m = -u$, dann folgt
$
v u - u v = 0 \
==> v a/b + (-u) c/d = 0 \
==> q_1 "und" q_2 "sind linear abhaengig."
$
Widerspruch.
Also ist $QQ$ nicht frei.
=== $QQ$ ist torsionsfrei
Sei $m in QQ \\ {0}$ beliebig, mit $m = a/b$, dann gilt $a,b in ZZ \\ {0}$. \
Sei $z in ZZ \\ {0}$ beliebig.
Betrachte
$
a dot z = c in ZZ.
$
Es gilt durch $a,z != 0$, dass $c != 0$, da $ZZ$ Nullteilterfrei ist. \
Somit folgt $m r != 0$, womit $QQ$ torsionsfrei ist.

226
S2/AnaMech/VL/AnMeVL10.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,226 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
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num: 10,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
Bei der Lagrange II fuer einen MP mit $arrow(r) in RR^(3) $ gilt die Trafo: $x_(i) = x_(i) (q_1, q_2, q_3 )$, wobei $q_i $ beliebige Koordinaten sind.
Und die $x_(i) $ die kartesischen Koordinaten sind.
Mit Newton gilt
$
m dot.double(x)_(i) = f_i , space arrow(f) = vec(f_1, f_2, f_3 ) \
<=> dif / (dif t) ((partial T) / (partial dot(q)_(i) ) )- (partial T) / (partial q_i) = arrow(g)_(i) * arrow(f) , space i = 1,2,3.
$
= Konservative Systeme
Es gilt
$
arrow(f) = - arrow(nabla) V (arrow(r)) <=> f_i = - partial_(i) V , space partial_(i) = partial / (partial x_(i) ).
$
Lagrangefunktion
$
L (q_1, q_2, q_3, dot(q)_(1) , dot(q)_(2) , dot(q)_(3) ) = T (q_1, q_2, q_3, dot(q)_(1) , dot(q)_(2) , dot(q)_(3) ) - V (q_1, q_2, q_3 ).
$
Lagrange BWGL II
$
p_(i) = (partial L) / (partial dot(q)_(i) ) \
dif / (dif t) (partial L) / (partial dot(q)_(i) ) - (partial L) / (partial q_(i) ) = 0 , space i = 1,2,3
$
ist forminvariant.
Die skalare Funktion der Lagrangefunktion ist eine Hilfsgroesse, wobei sie beliebigen $q_i "und" dot(q)_(i) $, welche unabhaengige Variablen sind
einen skalaren Wert zuordnet.
Wobei gilt
$
dot(q) = (dif q) / (dif t).
$
= Vorgehen
1. Transformation in allgemeine Koordinaten auf deren Bewegung keine Kraefte wirken. Diese muss man Raten oder sie sind vorgegeben
2. Die kinetische und potentielle Energie als Funktion von kartesischen Korrdinaten aufstellen
3. Diese Energien in allgemeine Koordinaten transformieren
Dabei gilt
$
T = m/2 dot(x)_(i) , space dot(x) = m/2 g_(i j) dot(q)_(i) dot(q)_(j) , space g_(i j) = g_(i j) (q).
$
#example[
Zentralpotential mit konstantem Drehimpuls
$
dif / (dif t) arrow(L) = 0 => 2"D".
$
Waehle die generalisierten Koordinaten
$
q_(1) = r, \
q_(2) = phi.
$
Berechne Transformationen
$
x_1 = r cos phi \
x_2 = r sin phi \
dot(x)_(1) = dot(r) cos phi - r sin phi dot(phi) \
dot(x)_(2) = dot(r) sin phi + r cos phi dot(phi) \
$
Berechne die kinetische Energie
$
T &= m/2 (dot(x)_(1) ^2 + dot(x)_(2) ^2 ) = m/2 vec(dot(q)_(1), dot(q)_(2) )^(T) mat(
1, 0;
0, r^2 ;
) vec(dot(q)_(1) , dot(q)_(2) ) \
&= m/2 (dot(r)^2 + r^2 dot(phi)^2 ).
$
Dann folgt fuer die Lagrangefunktion
$
L = T - V, \
V = -alpha/r.
$
Berechne die Partiellen Ableitungen
$
(partial L) / (partial dot(r) ) = m dot(r) \
(partial L) / (partial r) = m r dot(phi)^2 - V' (r) \
(partial L) / (partial dot(phi)) = m r^2 dot(phi) , space (partial L) / (partial phi) = 0
=> m dot.double(r) - m r dot(phi)^2 + V' (r) = 0 \
dif / (dif t) (m r^2 dot(phi)) = 0 \
=> m r^2 dot(phi) = "const." = L_(z) = abs(arrow(L)) = p_(phi).
$
]
#example[
Das Mathematische Pendel.
Hier gilt die Transformation
$
vec(x,y)= l vec(sin phi, - cos phi)
$
wobei $l$ die Laenge des Pendels ist.
Hier gibt es zwei Zwangsbedingungen, denn es muss immer gelten
$
g_(2) (x,y,z,t) = x^2 + y^2 - l^2 = 0 \
g_(1) (x,y,z,t) = z = 0.
$
Die Zahl der unabhaengigen Koordinaten ist gegeben durch
$
f = N - R = 1.
$
Die Lagrange Funktion in kartesischen Koordinaten
$
L = T - V = m/2 (dot(x)^2 + dot(y)^2 ) - m g y \
L = L (phi, dot(phi)) = m/2 dot(l)^2 dot(phi)^2 + m g l cos phi \
(partial L) / (partial dot(phi)) = l^2 m dot(phi) , space (partial L) / (partial phi) = - m g l sin phi \
=> l^2 m dot.double(phi) + m g l sin phi = 0.
$
Fuer die Zwangskraefte gilt dann
$
arrow(Z)_(1) prop arrow(e)_(z) \
arrow(Z)_(2) = - arrow(f)_(perp).
$
]
Von den generalisierten Koordinaten wird erwartet, dass sie die Zwangsbedingungen immer erfuellen.
Das Ziel ist nun die Forminvarianz der BWGL fuer N Massepunkte.
#definition[
Zwangsbedingungen koennen holonom und skeleronom sein.
Dabei gilt dann fuer die skalare Funktion
$
g_(alpha) (arrow(x), t) = 0 , space alpha = 1, ..., R
$
wobei $R$ die Anzahl der Zwangsbedingungen ist.
Es gilt
$
arrow(x), arrow(F), m in RR^(3 N).
$
]
Im allgeinen ist die Anzahl der unabhaengigen Koordinaten gegeben durch
$
f = 3 N - R.
$
#definition[
Fuer jede Zwangsbedingung $g_(alpha) $ gibt es eine Zwangskraft $arrow(Z)_(alpha) $, welche diese Zwangsbedingung physikalisch realisiert.
Diese sind im allgemeinen nicht zeitlich konstant.
]
Als Loesungsansatz gilt dann
$
arrow(Z)_(alpha) = lambda_(alpha) arrow(nabla) g_(alpha) => "skalare Groesse" lambda_(alpha).
$
= Lagrangegleichung I fuer N MP
Zunaechst sei angenommen $R <= 2$ und
$
m dot.double(arrow(r)) = arrow(f) + sum_(alpha = 1)^(R) lambda_(alpha) arrow(nabla) g_(alpha) \
g_(alpha) (arrow(r), t) = 0.
$
Im Allgemeinen gilt dann
$
m_(n) dot.double(x)_(n) = F_(n) + sum_(alpha = 1)^(R) lambda_(alpha) (partial g_(alpha) ) / (partial x_(n) ) , space n = 1, ..., 3 N \
g_(alpha) (arrow(x), t) = 0 , space alpha 1, ..., R \
arrow(nabla) _(n) g_(alpha) = (partial g_(alpha) ) / (partial x_(n) ).
$
=== Allgemeines Loesungsverfahren
1. Zwangsbedingungen aufstellen
2. Lagrangegleichung I
3. Man muss die $lambda_(alpha) $ aus den BWGL eleminieren $==>$ $lambda_(alpha) = lambda_(alpha) (arrow(x), dot(arrow(x)), t) $: funktional
4. Loese die 3N BWGL mit 6N Integrationskonstanten
5. Die 2R Integrationskonstanten sind schon durch die Zwangsbedingungen fixiert
6. Die konrete Loesung $==>$ $arrow(x), dot(arrow(x)) -> lambda_(alpha) (arrow(x), dot(arrow(x)), t) $ $==>$ $Z_(n) = lambda_(alpha) partial_(x_(n) ) g_(alpha) $
#example[
Schiefe Ebene.
Skizze der Schiefen Ebene mit relevanten Groessen.
Zuerst die elementare Loesung
$
m dot.double(s) = - m g sin alpha => s (t) = - g/2 r^2 + v_0 t + s_0 \
arrow(r) = vec(s cos alpha, 0 , s sin alpha).
$
Lagrange I liefert
$
g_(2) (x,y,z,t) = y = 0 \
g_(1) (x,y,z,t) = x sin alpha - z cos alpha = 0 \
m dot.double(arrow(r)) = - m g arrow(e)_(z) + lambda_(1) arrow(nabla) g_(1) + lambda_(2) arrow(nabla) g_(2).
$
Dann muessen wir die (zweimal) Zwangsbedingungen ableiten
$
dot.double(y) = 0 , space dot.double(x) sin alpha - dot.double(z) cos alpha = 0 \
m dot.double(x) = lambda_1 sin alpha \
m dot.double(y) = lambda_2 => lambda_2 = 0 => dot.double(z) = arrow(0) \
m dot.double(z) = - m g - lambda_1 cos alpha => lambda_1 = - cos alpha m g
$
]
Technisch kompliziert kann die richtige Beruecksichtigung der Kettenregel sein.

169
S2/AnaMech/VL/AnMeVL9.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,169 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
// May add more flags here in the future
num: 9,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Exkurs in die Geometrie
Zunaechst betrachten wir einen Massepunkt $m$ in $arrow(r) in RR^(3) $.
Wir kennen die kartesischen Raumkoordinaten.
Der Ursprung bleibt bei der Transformation gleich.
Es gilt fuer die Basisvektoren
$
arrow(e)_(i) * arrow(e)_(j) = delta_(i j).
$
Die Koordinatentransformation muss umkehrbar sein in fast jedem Punkt
$
x_(i) = x_(i) (q_1, q_2, ..., q_n ).
$
Theoretische Physik geht los wenn alle griechischen Buchstabe fuer Indizes verbraucht sind.
$
arrow(r) = underbrace(x_(i) arrow(e)_(i), forall P) = x_(i) (q_1, q_2, q_3 ) arrow(e)_(i) =^(!) q_j arrow(q)_(j) <- "haengen von" P "ab".
$
Die $q_i $ Kurven koennen krummlinieg verlaufen. Die Basisvektoren im Punkt $P$ sind gegeben durch
$
arrow(q)_(i) = (partial arrow(r) (p)) / (partial q_i) , arrow(r) = x_(i) (q_1, q_2, q_3) arrow(e)_(i), \
arrow(q)_(i) = (partial x_(j) ) / (partial q_i ) arrow(e)_(arrow(j)) , arrow(e)_(i) = (partial q_j ) / (partial x_(i) ) arrow(q)_(j).
$
In fast jedem Punkt sind diese linear unabhaengig. Dreibein ${arrow(q)_(1) , arrow(q)_(2) , arrow(q)_(3) }$.
#example[
Kugelkoordinaten.
$
x_1 = r cos phi sin theta \
x_2 = r sin phi sin theta \
x_3 = r cos theta \
r >0 , space theta in [0, pi] , space phi in [0, 2 pi)
$
Durch Ableiten kann so das Dreibein gebildet werden. Dieses erfuellt die gefordeten Eigenschaften von linearer Unabhaengigkeit.
]
Es gilt
$
d arrow(r) &= (partial arrow(r)) / (partial r) d r + (partial arrow(r)) / (partial theta) d theta + (partial arrow(r)) / (partial phi) d phi ==> d arrow(r) * d arrow(r) = d^2 r + r^2 d^2 theta + r^2 sin^2 theta d^2 phi \
&= d x_1 arrow(e)_(2) + d x_2 arrow(e)_(2) + d x_3 arrow(e)_(3).
$
= Metrischer Tensor
Wird auch metrisches Dings genannt.
Es gilt
$
g_(i j) &= arrow(g)_(i) * arrow(g)_(j), \
g_(i j) &= mat(
1, 0, 0;
0, r^2 , 0;
0, 0, r^2 sin^2 theta;
), \
g_(i j) &= (partial x_m ) / (partial q_i ) arrow(e)_(m) * (partial x_k ) / (partial q_(j) ) arrow(e)_(k) = (partial x_(m) ) / (partial q_(i) ) (partial x_(k) ) / (partial q_(j) ) underbrace(arrow(e)_(m) * arrow(e)_(k), = delta_(m k) ) = (partial x_k ) / (partial q_i ) (partial x_k ) / (partial q_j ).
$
= Bewegungsgleichung fuer $q_i $
Hier sind $dot(q)_(j)$ die verallgemeinerten Geschwindigkeiten.
Berechne
$
dif / (dif t) T = m dot(x)_(i) dot.double(x)_(i) \
T = m/2 dot(arrow(r)) * dot(arrow(r)) = m/2 dot(x)_(i) dot(x)_(i) \
dot(arrow(r)) (t) = (partial arrow(r)) / (partial q_(j) ) dot(q)_(j) = dot(q)_(j) arrow(g)_(j) , space dot(q)_(j) "verallgemeinerte Geschwindigkeiten" \
(partial dot(arrow(r))) / (partial dot(q)_(j) ) = arrow(g)_(i); quad arrow(g)_(i) = (partial arrow(r)) / (partial q_(i) ) \
arrow(r) = x_(i) arrow(e)_(i) \
(dif arrow(r)) / (dif t) = dot(x)_(i) arrow(e)_(i) = (partial x_(i) ) / (partial q_j ) dot(q)_(j) arrow(e)_(i) = (partial arrow(r)) / (partial q_(j) ) dot(q)_(j).
$
Wir starten von Newton II
$
m dot.double(arrow(r)) = arrow(f) \
<==> m arrow(e)_(i) * dot.double(arrow(r)) = arrow(e)_(i) * arrow(f) \
m dot.double(x)_(i) = f_(i) , i = 1,2.3.
$
Jetzt werden beliebige Koordinaten gewaehlt
$
m arrow(g)_(i) * dot.double(arrow(r)) = arrow(g)_(i) * arrow(f) \
<==> m (arrow(g)_(i) * dot.double(arrow(r)) + dot(arrow(g))_(i) * dot(arrow(r))) = arrow(g)_(i) * arrow(f) + m dot(arrow(g))_(i) * dot(arrow(r)) \
<==> m dif / (dif t) (arrow(g)_(i) * dot(arrow(r))_(i) ) = arrow(g)_(i) * arrow(f) + m dot(arrow(r)) * (partial dot(arrow(r))) / (partial q_(i) ) \
<==> m partial / (partial t) ((partial dot(arrow(r))_(i) ) / (partial q_(i) ) * dot(arrow(r))_(i) ) = arrow(g)_(i) arrow(f) + m dot(arrow(r))* (partial dot(arrow(r))) / (partial q_(i) )
$
Nebenrechung
$
dot(arrow(g))_(i) = dif / (dif t) (partial arrow(r)) / (partial q_(i) ) = partial / (partial q_(j) ) ((partial arrow(r)) / (partial q_(i) ) )dot(q)_(j) \
= (partial ^2 arrow(r)) / (partial q_(j) q_(i) ) dot(q)_(j) partial / (partial q_(i) ) ((partial arrow(r)) / (partial q_(j) ) dot(q)_(j) ) = partial / (partial q_i ) dot(arrow(r)) "und" arrow(q)_(i) = (partial dot(arrow(r))) / (partial dot(q)_(i) ) = (partial arrow(r)) / (partial q_(i) )
$
Betrachtung der kinetischen Energie
$
T = T (dot(x)_(1) , dot(x)_(2) , dot(x)_(3) ) = T (q_1, q_2, q_3, dot(q)_(1) , dot(q)_(2) , dot(q)_(3) ) \
==> dif / (dif t) ((partial T) / (partial dot(q)_(i) ) ) = (partial T) / (partial q_(i) ) + arrow(g)_(i) * arrow(f).
$
Allgemein gilt fuer die Produktregel
$
(partial T) / (partial dot(q)_(j) ) = m/2 ((partial dot(x)_(i) ) / (partial dot(q)_(j) ) dot(x)_(i) + dot(x)_(i) (partial dot(x)_(i) ) / (partial dot(q)_(j) ) ).
$
Skalarprodukt ist eine Projektion.
Verallgemeinere die kinetische Energie
$
T &= m/2 dot(arrow(r))^2 = m/2 (dot(x)_(i) * dot(x)_(i) ) = m/2 (dot(q)_(i) arrow(g)_(i) ) * (dot(q)_(j) arrow(g)_(j)) = m/2 dot(q)_(i) dot(q)_(j) space arrow(g)_(i) * arrow(g)_(j) \
&= m/2 sum_(i,j) g_(i j) dot(q)_(i) dot(q)_(j), \
&g_(i j) = g _(i j) (q_1, q_2, q_3 ).
$
= Konservative Kraftfelder
Betrachte die Kraft mit $V = V (x_1, x_2, x_3 ) = V (x_1 (q_1, q_2, q_3), ...) = V (q_1, q_2, q_3 )$ und der Lagrangefunktion als $L (q_1, q_2, q_3, dot(q)_(1) , dot(q)_(2) , dot(q)_(3) ) := T (q_(i) , dot(q)_(i) ) - V (q_(i) )$
$
arrow(f) (arrow(r)) = - arrow(nabla) V (arrow(r)) = - (partial V) / (partial arrow(r)) \
arrow(f) * arrow(g)_(i) = - (partial V) / (partial arrow(r)) * (partial arrow(r)) / (partial q_(i) ) = - (partial V) / (partial x_(j) ) (partial x_(j) ) / (partial q_(i) ) = - (partial V) / (partial q_(i) ) \
==> dif / (dif t) ((partial T) / (partial dot(q)_(i) ) ) - (partial T) / (partial q_(i) ) + (partial V) / (partial dot(q)_(i) ) =^(!) 0 \
V = V (q_1, q_2, q_3 ) ==> (partial V) / (partial dot(q)_(i) ) = 0 \
==> dif / (dif t) (partial L) / (partial dot(q)_(i) ) - (partial L) / (partial q_(i) ) = 0
$
Diese Lagrangegleichung der II Art ist
- Forminvariant
- Nicht messbar
- Nicht eindeutig
Das meschanische System ist so definiert durch $q_(i) "und" L$.
Der *verallgemeinerte Impuls* ist gegeben durch
$
p_(i) := (partial L) / (partial dot(q)_(i) ).
$
Eine *zyklische verallgemeinerte Koordinate* $q_(i) $ erfuellt
$
(partial L) / (partial q_(i) ) = 0 ==> dif / (dif t) (partial L) / (partial dot(q)_(i) ) = 0 <==> (dif p_(i) ) / (dif t) = 0 <==> p_(i) "erhalten"
$

View File

@@ -0,0 +1,19 @@
# Hilfreiche Pakete
import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt
theta = np.linspace(-np.pi, np.pi, 1000)
cs = 1 / np.sin(theta/2)**4
plt.semilogy(theta*180/np.pi, cs)
plt.xlabel(r"Streuwinkel $\theta$ [deg]")
plt.ylabel(r"$\csc^4(\theta/2)$")
plt.title("Differentieller Wirkungsquerschnitt für $U(r) = \\alpha/r^2$")
plt.show()
# Task
# Calculate the differential Wirkungsquerschnitt ds/dOm fuer das repulsive
# Potential V(r) = a/r^2, a > 0
# Plotte den Wirkungsquerschnitt als funktion des Raumwinkels theta

View File

@@ -4,7 +4,7 @@
#let rot = math.op("rot")
#let grad = math.op("grad")
#let conf(num: none, date: "", type: none, body, ueb: false) = {
#let conf(num: none, date: "", type: none, ueb: false, body) = {
// Global settings
show: default

110
S2/CWR/VL/CwrVL5.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,110 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
// May add more flags here in the future
num: 5,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Weiter in der Diskussion ueber den Fussball
Velocity Verlet lautet im allgemeinen
$
x (t + Delta t ) = x (t) + v (t) Delta t + 1/2 (F (x (t))) / (m) Delta t ^2 \
V (t + Delta t ) = V (t) + (F (x (t + Delta t )) + F (x (t))) / (2) Delta t.
$
Aus der letzten Stunde wissen wir, dass die Kraft, welche auf den Ball wirkt gegeben ist durch
$
arrow(F) = - m g hat(e)_(z) - c_(W) 1/2 rho A abs(arrow(v))^2 hat(e )_(v) - c_(M) 1/2 rho A R arrow(omega)times arrow(v).
$
Wir wahlen die Zeit als $tau = 1"s"$ und die Laenge als $L = 1"m"$ in den skalierten Einheitgen folgt dann
$
dot.double(x) = - tilde(g) hat(e)_(z) - tilde(c)_(W) abs(dot(x))^2 hat(e)_(x) + tilde(c)_(M) arrow(omega)times dot(arrow(x)).
$
Q: Wie schiesst man en Ball in die linke obere Ecke des Tors?
Wir betrachten die Situation als ein AWP mit
$
arrow(x) (0) = vec(x (0), y (0), z (0)), \
arrow(v) (0) = vec(v_(x) (0), v_(y) (0), v_(z) (0)), \
arrow(omega) = vec(omega_(x) , omega_(y) , omega_(z) ).
$
Nach einer Zeit $T$ soll unser System die Konfiguration
$
x (T) = L, y (T) = B/2, z (T) = H
$
annehmen.
Dabei gibt es 10 Pramenter, 3 Bedingungen fuer die Endposition und nochmal 3 fuer den Start $==>$ 4 dimensionale Loesung.
Eine eindeutige Loesung $(v_(y) (0),v_(z) (0))$ soll aus gegebenem $arrow(omega) and v_(x) (0)$ bestimmt werden.
T wird dabei aus $x (T) = L$ (durch simulation) bestimmt.
Methoden Nullstellen zu finden.
Ein Problem fuer Newton in mehreren Dimensionen ist die Invertierung der Matrix der Ableitung.
Q: Wie wird bei dem Torbeispiel die Ableitung gebildet?
Muss bei dem gradientenfreien Newton-Verfahren nicht auch die Simulation mehrmals durchlaufen werden? Wie soll es sonst funktionieren?
= Mehr Dimensionen
Tricks fuer mehrere Dimensionen (Molekulare Dynamik und Vielteilchensimulationen)
+ Parallelisierung der Kraftberechnung
+ Symetrisierung von Rechnungen (symetrische Kraefte)
+ Wechselwirkungen in Simuationen haben nur endliche Reichweite
+ Bei kleinen Simulationsboxen sind die Randbedingungen wichtig (z.B. Wasser in einem Nanometer)
+ Besser sollten die Randbedingungen periodisch sein
Idee der Paralleliseriung ist verschiedene Schleifenkoerper auf unterschiedliche Cores zu verteilen.
Dies funktioniert ueber den shared memory (jeder Core kann auf den gesamten Speicher zugreifen) der CPU.
#example[
Betrachte das Integral
$
I = integral_(0)^(1) d x sin^2 (pi x) = 1/2 \
= sum_(i = 1)^(N) 1/N sin^2 ( i/N).
$
Diese kann nun auf den verschiedenen
+ Sequential
+ Just distribute the loop with reduction
+ Distribute all without reduction
+ Distrubute just the partial sums over the cores
// Q: what does OMP stand for?
// Open MP
// link with -fopenmp
// C code to parralleize loops
// #pramga omp parallel for default(shared) reducion (+:sum)
]
#example[
Typische Wechselwirkungen zwischen Teilchen koennen durch ein Lennert-Jones Potential dargestellt werden
$
V (r) = 4 epsilon (1/r^(12) - 1/r^(6) )
$
wobei der erste Term der Volumenausschluss ist und der zweite Term van der Waals ist.
Der Abstand kann mittels eines Trees oder eines spatial Hashes schneller berechnet werden.
Auch kann man den Raum im Gitterzellen aufteilen und dann nur noch den Abstand zu jeder Zelle berechnen.
]
Bei der Abstandsberechnung mit periodischen Randbedingungen muss die minimum image convention beachtet werden.

57
S2/CWR/VL/CwrVL6.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,57 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
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num: 5,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
= Partielle Differentialgleichungen
ODE
$
arrow(x) (t) => m (dif ^2 arrow(x)) / (dif t^2 ) = F (arrow(x), dot(arrow(x))).
$
PDE
$
(partial ^2 psi) / (partial t^2 ) = u^2 (partial ^2 psi) / (partial x^2 ) , space psi (x,t) \
(partial T) / (partial t) = D (partial ^2 T) / (partial x^2 ) , space "Fourier Gesetz" arrow(j) = kappa arrow(nabla) T.
$
Poisson-Gleichung
$
Delta phi = - (rho (arrow(x))) / (epsilon_0 ).
$
Lineare partielle DGL
$
L [phi (arrow(x))] = rho (arrow(x)) \
phi (arrow(x)) = phi_0 (arrow(x)) "auf Rand" partial Omega \
"gesucht ist die Loesung von Gebiet" Omega.
$
#example[
Poisson-Gleichung.
Fuehre eine Diffferenzdiskretisierung durch
$
phi (x,y) tilde.equiv phi (I_(x) , I_(y) ) \
Delta phi = (partial ^2 phi) / (partial x^2 ) + (partial ^2 phi) / (partial y^2 ) = (phi (i_(x) + 1 , i_(y) ) - 2 phi (i_(x) , i_() )) / ()
$
]
Doolittle Verfahren
Gauss-Elimination Verfahren

196
S2/DiffII/VL/DiIIVL8.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,196 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
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num: 8,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Wiederholung
Betrachte eine Funktion $f: U subset RR^n -> RR$ und $a,b in U$.
Angenommen ${a+t (b -a), 0 <= t <= 1} subset U$ und $g: [0, 1] -> RR$ mit $g' (xi) = arrow(nabla) f (gamma (xi)) dot(gamma) (xi)$.
Betrachte
$
f (b) - f (a) = d f (xi) (b - a).
$
Es ist bereits bekannt, dass wenn $n = 1 and f' (c) = 0 space forall c in I$ fuer eine Funktion $f: I -> RR$, dann ist $f$ konstant.
Gilt dies auch fuer $RR^n $, also ist $f: U -> RR$ diffbar $and d f (xi) = 0 space forall xi in U ==> f "konstant"$?
Ein Problem kann bei nicht zusammenhaengenden Mengen enstehen.
= Zusammenhaengend
#definition[
Wir nennen einen metrischen Raum $(X, d)$ *zusammenhaengend* falls es nicht zwei offene Mengen gibt, welche eine Zerlegung von $X$ mit $U union V = X$ mit $U,V != emptyset $ offen und $U sect V = emptyset $ bilden.
]
#definition[
Wir nennen einen metrischen Raum $(X, d)$ *wegzusammenhaengend* falls es fuer zwei Punkte $a,b in X$ eine stetige Abbildung $gamma: [0, 1] -> X$ mit $gamma (0) = a$ und $gamma (1) = b$ gibt.
]
Diese Begriffe sind im allgemeinen nicht aequivalent, wobei der Zusammenhang staerker ist.
#theorem[
Sei $(X, n)$ ein normierter Raum und $U subset X$ offen. Dann ist $U$ genau dann zusammenhaengend wenn $U$ wegzusammenhaengend ist.
] <s8>
Fuer $a,b in X$ schreibe $[a,b] = {a + t (b -a): 0 <= t <= 1} $ fuer das Stueck was $a$ und $b$ verbindet. Dies wird *Streckenzug* genannt.
Im allgemeinen muss dies nicht ein gerader Streckenzug sein sondern kann beliebig gekruennt sein. Dieser ist eine Folge von Punkten mit $a_0 = a, a_n = b$, sodass $[a_j, a_(j +1) ] subset U$.
#proof[
Wie zeigen, dass Zusammenhang auch Wegzusammenhang impliziert.
Sei $U subset X$ offen und zusammenhaengend. Ist $U != subset $, so waehle $a in U$ und $tilde(U) = {x in U: "es gibt einen Streckenzug in" U "von" a "nach" x}$. Sei $y in tilde(U)$, dann existiert eine Kugel mit $epsilon>0$ um $y$ welche eine Teilmenge von $U$ ist durch deren Offenheit. Nun kann ein Streckenzug von allen Elementen in der Kugel zu $x$ gebildet werden und so gibt es einen Streckenzug von $a$ zu allen Elementen aus $B_(epsilon) (y)$.
Betrachte nun $y in U\\tilde(U)$ und $r>0$ mit $B_(r) (y) subset U$. Angenommen $B_(r) (y) sect tilde(U) != emptyset $, so folgt wie zuvor, dass $B_(r) (y) subset tilde(U)$ $==>$ $y in.not tilde(U)$. Widerspruch.
Es gilt also $U = tilde(U) union (U\\tilde(U))$ mit $tilde(U), U\\tilde(U)$ offen und $tilde(U) != subset $ d.h. $U\\tilde(U) = emptyset $ $==>$ $tilde(U) = U$.
]
#remark[
Wir haben in @s8 gezeigt, dass zwei Punkte in einer offenen zusammenhaengenden Menge in einem normierten Raum mit einem Streckenzug
verbunden werden koennen.
]
Betrachte auf dem Uebungsblatt die oszilierende Funktion, welche immer schneller oszilliert $sin (1/x)$ um etwas zu zeigen mit zusammenhaengend.
#theorem[
Sei $U subset RR^n $ zusammenhaengend $<==> $ wegzusammenhaengend und offen und $f: U -> CC$ diffbar mit $arrow(nabla) f (a) = 0 space forall u in U$. Dann ist $f$ konstant.
]
#proof[
Betrachte $R (f)$ und $I (f)$ separat, d.h. wir koennen annehmen, dass $f: U -> RR$ reell ist. Fuer $a,b in U$ waehle einen Streckenzug $[a, a_1 ]union ... union [a_n , b] subset U$. Nach Satz wahle $xi in [a_i, a_(i+1) ], 0 <= i <= n$ mit
$
f (a_(i+1) ) - f (a_(i) ) = underbrace(d f (xi_(i) ), =0) (a_(i + 1) - a_(i) ) space forall 0 <= i <= n.
$
Es folgt, dass $f (a) = f (a_(1) ) = f (a_(2) ) = ... = f (a_n ) = f (b)$.
Hier wurde ausgenutzt, dass sich die Funktionswerte auf dem Streckenzug nicht veraendern.
]
#definition[
Ist $U subset RR^n $ offen und $f: U -> CC$ differenzierbar, so nennen wir $f$ *stetig differenzierbar* (auf $U$) falls die Abbildung
$
f': U -> CC^(n), x |-> (partial / (partial x_1 ) f (x), ..., partial / (partial x_(n) ) f (x) )
$
stetig ist.
]
Wir schreiben $C^(1) (U)$ fuer den $CC$-Vektorraum der stetig differenzierbaren Funktionen $f: U -> CC$.
Differenzierbarkeit wird nur auf offenen Mengen diskutiert.
#theorem[
Sei $U subset RR^n $ offen mit $f in C^(1) (U)$ und $K subset U$ eine kompakte und konvexe Teilmenge. Setze
$
norm(f')_(K) := max_(x in K) (abs(partial / (partial x_1 ) f (x)) + ... + abs(partial / (partial x_n) f (x))).
$
Fuer $x,y in K$ gilt dann
$
abs( f (y) - f (x)) <= norm(f')_(K) norm(y - x)_(oo).
$
]
#proof[
Da $K$ konvex ist, dgilt fuer $x, y in K$ auch $[a,b] subset K$. Wende den bekannten an Schrankensatz auf die Funktion
$
g: [0, 1] -> CC, t |-> f(x + t (y -x)).
$
Es folgt
$
abs(f (y) - f (x)) = abs( g (1) - g (0)) <= sup_(t in [0, 1]) abs(g' (t)).
$
Verwende fuer $0 <= t <= 1$ die Abschaetzung
$
abs(g' (t)) &= abs(d f (x + t (y - x)) (y-x)) \
&= abs(sum_(k = 1)^(n) partial / (partial x_k ) f (x + t (y -x))(y_k - x_k )) \
&<= norm(y-x)_(oo) underbrace(sum_(k = 1)^(n) abs(partial / (partial x_k ) f (x + t (y -x))), <= norm(f')_(K) ).
$
]
= Hoehere Ableitungen
Sei $f: U -> CC$ diffbar mit $U subset RR^n $ offen. Wie koennen wir den Begriff einer zweiten Ableitung definieren?
+ Betrachte $U -> L (RR^n, CC ), a |-> d f (a)$
+ Betrachte fuer $1 <= k <= n$ die partiellen Ableitungen $partial / (partial x_k ) f: U -> CC, a |-> partial / (partial x_k ) f (a)$
#definition[
Ist $U subset RR^n $ offen und $f: U -> CC$ sodass
$
partial / (partial x_(i) ) f: U -> CC
$
existiert fuer ein $1 <= i <= n$ und partiell in Richtung $x_j $ diffbar ist. Dann definieren wir
$
partial^2 / (partial x_j x_(i) ) f := partial / (partial x_j) (partial / (partial x_(i) ) f)
$
und nennen dann $partial^2 / (partial x_(i) x_(j) ) $ eine partielle Ableitung zweiter Ordnung von $f$.
Ist $k in NN$, so definieren wir die
partielle Ableitung $k$-ter Ordnung als
$
partial / (partial x_(i_1) ) ... partial / (partial x_(i_k) ) f := "Hintereinanderausfuehrung der partiellen Ableitungen".
$
]
Jetzt koennen wir nach der Vertauschbarkeit fragen.
#example[
Fuer die nichtvertauschbarkeit der partiellen Ableitungen.
Betrachte
$
f: RR^2 -> RR, (x,y) |-> cases(x y (x^2 - y^2 ) / (x^2 + y^2 ) \, (x, y) != (0,0), 0 \, (x,y) = (0,0)).
$
Diese Abbildung hat verschiedene Werte fuer die Ableitung zweiter Ordnung an der Stelle $(0, y) "bzw." (x, 0)$.
#highlight[TODO: calculate this]
]
#theorem[
Satz von Schwarz.
Sei $U subset RR^n $ und $a in U$ und $f: U -> CC$ eine Funktion sodass die partiellen Ableitungen auf U existieren und
$partial / (partial x_(i) ) partial / (partial x_j ) f$ in $a$ stetig ist. Dann exisitiert $partial / (partial x_j ) partial / (partial x_(i) ) f (a)$ und es gilt
$
partial / (partial x_j ) partial / (partial x_(i) ) f (a) = partial / (partial x_(i) ) partial / (partial x_j ) f (a).
$
]
#proof[
Betrachten wir den Realteil und den Imaginaerteil von $f$ separat und die Abbildung
$
g: RR^2 -> RR, V subset R^2, (x,y) |-> f (a + x e_i + y e_j )
$
fuer $(0, 0) in V$ offen und hinreichend klein, so genuegt es dem Satz fuer $n = 2, a = (0, 0), g: V -> RR, (x.y)|-> g (x,y), i = 2, j = 1$ zu beweisen. Da $partial / (partial x_(1) x_2 ) g$ in 0 stetig ist, gibt es fuer jedes $epsilon > 0$ eine Umgebung $B_(delta) (0) subset V$ sodass
$
abs(partial_(2 1) g (x,y) - partial_(2 1) g (0,0)) < epsilon space forall (x,y) in B_(delta) (0).
$
Seien $h, k != 0$ mit $Q_(h, k) := {(t h, s k), 0 <= t, s <= 1} <= B_(delta) (0)$.
Setze $phi (x) = g (x,y) - g (x, 0)$. Dann ist
$
D_(Q h, k) g := g (h, k) - g (h, 0) - g (0, k) + g (0, 0) \
= phi (h) - phi (0).
$
Nach dem Mittelwertsatz gibt es $xi in {t h: 0 <= t <= 1}$ auf $phi (h) - phi (0) = h phi' (xi)$.
Es folgt $D_(Q h, k) g = h (partial_(1) g (xi, k) - partial_(1) g (xi, 0))$.
Genauso gibt es $nu in {s k: 0 <= s <= 1}$ mit
$
D_(Q h k ) g = h k (partial_(2) partial_(1) g (xi, nu)).
$
#highlight[TODO: finish and understand this proof]
]

194
S2/DiffII/VL/DiIIVL9.typ Normal file
View File

@@ -0,0 +1,194 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
// May add more flags here in the future
num: 9,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Wiederholung Schwarz
Wir betrachten eine Funtion $f: U subset RR^(n) -> CC $ wobei die partiellen Ableitungen exisiieren und die
zweiten partiellen Ableitungen in einem Punkt a stetig sind. Dann gilt auch
$
partial_(j i) f (a) = partial_(i j) f (a).
$
#definition[
Sei $k >= 1$. ist $U subset RR^n $ offen und $f: U -> CC$ eine Funtktion fuer welche alle partiellen Ableitungen
der Ordnung k auf der Menge U existieren uns stetig sind, so nennen wir f k-Mal stetig differenzierbar und setzen
$
C^(k) (U) := {f: U -> CC | f "k-Mal stetig differenzierbar"}
$
sowie
$
C^(oo) (U):= sect.big _(k = 1) ^(oo) C^(k) (U).
$
]
Partielle Ableitungen sind unsere Definition der Richtungsableitung.
= Differentiale hoeheren Ordnungen
Ist eine Funktion $f: U subset RR^n -> CC$ stetig diffbar, so erhalten wir das Differential $d f (a)$ fuer $a in U$ aus den partiellen Ableitungen von f wie folgt
$
d f (a) h = sum_(i=1)^(n) partial_(i) f (a) h_(i) = partial_(h) f (a) , space h in RR^n
$
das bedeutet das Differential beschreibt die lineare Abbildung $d f (a): RR^n -> CC, h |-> partial_(h) f (a)$.
Ist f zwei mal stetig differenzierbar und $h,k in RR^n $ so exisitert $partial_(h) (partial_(k ) f) (a)$ fuer ein $a in U$ und es gilt
$
partial_(h) (partial_(k) f) (a) &= partial_(h) (sum_(i=1)^(n) k_i partial_(i) f)(a) = sum_(i=1)^(n) k_i partial_(h) (partial_(i) f)(a) \
&= sum_(i=1)^(n) k_i sum_(j = 1)^(n) h_(j) partial_(j i ) f (a) = underbrace(sum_(i, j = 1)^(n) partial_(j) partial_(i) f (a) h_(j) k_(i), "Bilinearform in h,k").
$
Q: Koennen die Differentiale in Integralen und der Alternativen schreibweise auch als diese Differentiale aufgefasst werden und wenn ja
wie genau funktioniert das, bzw. wie sehen diese aus?
#definition[
Ist $U subset RR^n $ offen, $f in C^(2) (U)$ und $a in U$, so definieren wir das Differential zweiter Ordnung $d^((2)) f (a)$ als die symetrische bilieare Abbildung
$
d^((2)) f (a) : RR^n times RR^n -> CC, (h,k)|-> partial_(h) partial_(k) f (a)
$
und die Hesse-Matrix $H_(f) (a)$ von f in a durch
$
H_(f) (a) := mat(
partial_(1) partial_(1) f (a), partial_(1) partial_(2) f (a), ..., partial_(1) partial_(n) f (a);
partial_(2) partial_(1) f (a), , ;
, , , ;
, , , partial_(n) partial_(n) f (a);
).
$
]
#remark[
Nach dem Satz von Schwarz gilt dann
$
H_(f) (a)^(t) = H_(f) (a)
$
und fuer $h, k in RR^n $ ist
$
d ^((n)) f (h,k) = h^(t) H_(f) (a) k.
$
]
#example[
Betrachte die symetrische komplexe Matrix A und $f: RR^n -> CC, x |-> x^(t) A x = sum_(i, j = 1)^(n) a_(i j) x_(i) x_j $. \ Dann gilt $H_(f) (x_0 ) = 2 A$ fuer $x_0 in RR^n $.
]
#definition[
Sei $k >= 1$ und $U subset RR^n $ offen und $f in C^(k) (U)$ und $a in U$. Wir definieren das Differential k-ter Ordnung $d ^((k)) f (a)$ von f in a durch die Abbildung
$
d^((k)) f (a): RR^n times ... times RR^n, (h^((1)), ..., h^((k)) ) |-> partial_(h^((1)) ) ... partial_(h^((k)) ) f (a).
$
]
#remark[
Wie im Fall $n = 2$ gilt
$
d ^((k)) f (a) (h^((1)) , ..., h ^((k)) ) = sum_(i_(1) \, ..., i_(k) = 1)^(n) h_(i_(1) ) ^((1)) ... h_(i_(k) ) ^((k)) partial_(i_1 ... i_k ) f (a).
$
Nach dem Satz von Schwarz ist dies eine symetrische Mutlilinearform.
]
= Satz von Taylor
Das Ziel ist hier eine Verallgemeinerung der Taylor-Approximation aus der Diff I fuer Funktionen $f in C^(k) (U), U subset RR^n, k in NN$.
Die Idee ist, dass im Fall von $n = 1$ f im Punkt $x_0 $ durch ein Polynom vom Grad $k$ approximiert werden kann. Diese Methode ist bereits bekannt.
Nun kann die Funktion durch ein multidimensionales Polynom angenaehert werden. Dabei sind die ersten drei Terme zuerst der konstante Funktionswert, dann der Gradient und dann die Quadrik.
=== Reduktion auf den eindimensionalen Fall
Sei $U subset RR^n $ offen und $f in C^(k + 1) (U)$ fuer ein $k in NN, x_0 in U $ und $h in RR^n $ mit $[x_0 , x_0 + h] subset U$.
Betrachte fuer $t in [0, 1]$ die Funktion $g (t) := f (x_0 + t h$.
Da dieses Funktion g hinreichend oft diffbar ist kann dort der Satz von Taylor angwendet werden es existiert also $xi in [0, 1]$ sodass gilt
$
g (1) = sum_(j = 0)^(k) (1) / (j!) g^((j)) (0) + underbrace((g^(k + 1) ) / ((k + 1)!), "Restterm").
$
Nach der Kettenregel aus Satz gilt dann noch
$
g' (t) &= arrow(nabla) f (x_0 + t h) * h = sum_(i=1)^(n) partial_(i ) f (x_0 + t h) h_(i) \
g ^((2)) (t) &= sum_(i=1)^(n) (arrow(nabla) partial_(i) f (x_0 + t h) h) h_i = sum_(i=1)^(n) sum_(k = 1)^(n) partial_(k) partial_(i) f (x_0 + t h) h_(i) h_(j) \
g ^((j)) (t) &= sum_(i_(1) )^(n) ... sum_(i_(j) )^(n) partial_(i_1 ) ... partial_(i_j) f (x_0 + t h) h_(i_(1) ) ... h_(i_(j) ) , space 1 <= j <= k \
&= d ^((j)) f (x_0 + t h) (h, ..., h) := d ^((j)) f (a) h^(j) .
$
#theorem[
Verallgemeinerter Taylor.
Sei $U subset RR^n $ offen und $f in C^(k + 1) (U), k in NN, x_0 in U, h in RR^n $ mit $[x_0 , x_0 + h] subset U$. Dann gilt es ein $xi in [x_0, x_0 + h]$ sodass gilt
$
f (x_0 + h) = sum_(i=1)^(k) (1) / (i!) d ^((i)) f (x_0 )h^(i) + (d ^(k + 1) f (xi) h ^(k + 1) ) / ((k + 1)!).
$
]
#remark[
Wie nennen das Polynom
$
T_(k) f (x_0 , h):= sum_(i=1)^(n) 1/i! d ^((i)) f (x_0 ) h^(i)
$
das *Taylorpolynom* von f in $x_0 $ von Ordnung $k$.
]
#example[
Im Fall $k = 2$ erhalten wir
$
T_(2) f (x_0, h) = f (x_0 ) + underbrace(sum_(i=1)^(n) partial_(i) f (x_0 ) h_(i), arrow(nabla) f (x_0 ) h) + 1/2 underbrace(sum_(i,j=1)^(n) partial_(j) partial_(i) f (x_0 )h_(i) h_(j), h^(t) H_(f) (x_0 ) h )
$
]
#corollary([ohne Beweis])[
Ist $U subset RR^n $ offen $f in C^(k) (U)$ fuer ein $k in NN$ und $x_0 in U$ so gilt fuer $h in RR^n, h -> 0 $, dass
$
f (x_0 + h) = T_(k) f (x_0 , h) + o (norm(h)^(k) ).
$
Wenn zwei Funktionen $f, g: U -> RR$ auf einer offenen Umgebung von der Null und $g >= 0$, so schreiben wir, dass
$
f (x) = o ((g x)) "fuer" x -> 0
$
falls es fuer jedes $epsilon > 0: exists delta > 0: abs(f (x)) < epsilon g (x) space forall x : norm(x) < delta$.
]
== Anwendung fuer Maxima und Minima
#definition[
Ist $X subset RR^n , f: X -> RR$ eine Funktion und $a in X$ so nennen wir $a$ ein lokales Maximum bzw. lokales Minimum falls
$
exists U subset X: a in U: f (x) >= f (a) space forall x in U "bzw." f (x) <= f (a) space forall x in V.
$
Der Punkt $a$ wird dann auch als lokales Extremum bezeichnet.
]
Lemmas sind auch Beobachtungen.
#lemma[
Sei $U subset RR^n $ offen und $f: U -> R$ in $a in U$ diffbar und $a$ ein lokales Extremum von f. Dann gilt
$
arrow(nabla) f (a) = 0.
$
]
#proof[
Fuer $h in RR^n $ betrachte die Funktion $g (t) = f (a + t h), t in RR$. Dann
ist $a$ lokales Extremum von $g$ und es ist bekannt, dass $g' (0) = 0$. Nach der Kettenregel
erhalten wir
$
arrow(nabla) f (a) h = 0 space forall h in RR^n => arrow(nabla) f (a) = arrow(0).
$
]

View File

@@ -1,8 +1,6 @@
#import "../../data/default.typ": *
#import "../../data/theorems.typ": *
#let rot = math.op("rot")
#let grad = math.op("grad")
#let conf(num: none, date: "", type: none, body) = {
// Global settings

101
S2/ExPhyII/VL/ExIIVL6.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,101 @@
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#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
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)
= Uebersicht
Es gilt
$
integral _(A) arrow(nabla) times arrow(E) d A = integral.cont arrow(E) d arrow(r), \
Phi (arrow(r)) = integral_(arrow(r))^(oo) arrow(E) (arrow(s)) d arrow(s).
$
== Exkurs Computer
Die Beschleunigung von Elektronen im Vakuum ist von grosser Relevanz fuer die Entwicklung.
Entweder werden Elektronen durch ein Streugitter durchgelassen, sodass die Elektronen bis zur Anode fliegen (1) oder die Elektronen werden abgelenkt,
sodass kein Strom fliesst (0).
== 1.5 Spezielle Ladungsverteilungen
=== 1.5.1 Elektrisches Feld einer Punktladung
Bekanntlicher Weise ist das elektrische Feld einer Punktladung gegeben durch:
$
arrow(E) = (q) / (4 pi epsilon_0 ) (arrow(r)) / (r^3 ).
$
Doch wie stellt man korrekt die Punktladung als Ladungsverteilung dar?
Man verwendet
$
integral.cont _(A) arrow(E) d arrow(A) = (Q) / (epsilon_0 ) \
integral_(-oo)^(oo) delta (x) d x = 1 \
integral_(-oo)^(oo) f (x) delta (x) d x = f (0)
$
Die Punktladung hat die Ladungsdichte
$
rho (arrow(r)) = q delta (arrow(r)) = q delta (x) delta (y) delta (z).
$
Verwende die Poissongleichung zur Berechnung von $Phi (arrow(r)) + arrow(E) (arrow(r))$.
=== 1.5.2 Das elektrische Feld einer Hohlkugel
Es gilt, dass die Feldlinien immer Senkrecht auf der Oberflaeche stehen, da sonst die Ladungen so lange verschoben werden wuerden
bis diese verschiebende Komponente verschwindet. Also gilt $arrow(E) || arrow(n)$, wobei $arrow(n)$ der Flaechennormalenvektor ist
$
==> integral.cont _(A) arrow(E) d arrow(A) = (Q) / (epsilon_0 ).
$
Angenommen die Gesamtladung ist $Q$. Betrachte das Feld ausserhalb der Kugel $r>R_0 $.
Hier werden Kugelkoordinaten verwendet mit einer kugelsymetrischen Ladungsverteilung $rho$. $arrow(E)$ weist in Richtung von $arrow(r)$ ($arrow(E) || arrow(n)$).
Auch ist $r$ konstant, da wir eine Kugel betrachten.
Berechne das Feld ausserhalb der Kugel
$
integral.cont _(A) arrow(E) d arrow(A) = abs(arrow(E)) integral.cont _(A) d arrow(A), \
integral.cont _(A) d arrow(A) = integral_(0 = phi)^(2 pi) integral_(0 = psi)^(pi) r^2 sin (psi) d psi d phi = 4 pi r^2, \
==> E = 4 pi r^2 = (Q) / (epsilon_0 ) ==> E = k (Q) / (r^2 ), space r > R_0.
$
Nun betrachten wir einen Punkt, welcher innerhalb der Kugel liegt.
Q: Wie elektrisches Feld mit einem Oberflaechenintergral im Raum (e.g. Kugelobeflaeche) bestimmen?
Die eingeschlossene Ladung einer Kugel mit dem selben Mittelpunkt als die Ladungskugel aber mit kleinerem Radius ist Null
$
==> ^(?) E = 0.
$
Ausserhalb der Kugel gilt
$
Phi (r) = integral_(r)^(oo) E (arrow(s))d arrow(s) = (Q) / (4 pi epsilon_0 ) integral_(r)^(oo) (1) / (s^2 ) d s = k (Q) / (r) = Phi (r).
$
Innerhalb gilt
$
Phi (r) = integral_(r)^(R_0 ) 0 d s + integral_(R_(0) )^(oo) k (Q) / (s ^2 ) d s = 0 + k (Q) / (R_(0) ), \
==> "Potential innerhalb der Kugel ist" Phi = k (Q) / (R_(0) ).
$
Allgemein gilt, dass in jeder komplett geschlossenen leitenden Huelle das elektrische Feld Null ist. Dies gilt auch fuer elektromagnetische Wellen. Dieser Zusammenhang kann mithilfe
eines Faraday'schen-Kaefigs demonstriert werden.
Auch ist es so, dass die Ladungen in einem Kaefig nur auf er Aussenseite sitzen und auf der Innenseite alles neutral ist.

98
S2/ExPhyII/VL/ExIIVL7.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,98 @@
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)
Literatur: Feynman lectures on physics
= Uebersicht
Beantworten der Frage von letzter Stunde.
Mit dem Gesetz von Gauss koennen wir innerhalb eines Kondensators keine Aussage uber das elektrische Feld machen.
Q: Wie kann das elektrische Feld eines Faradaykaefigs mit bestimmter Lochgroesse
im Vergleich zum elektrischen Feld in einer voll geschlossenen Oberflaeche berechnet werden?
$
abs(E) integral.cont d arrow(A) = (Q_("ein") ) / (epsilon_0 ) = 0 \
==> arrow(E) = 0
$
Q: Wie kann ich mir vorstellen, dass $E = 0$ in geladener Kugel?
Konstruiere den Schnitt von gegenueberligenden Kegeln mit der Kugeloberflaeche.
Diese heben sich genau weg. Das geht nur wegen der $1/r^2 $ abhaengigkeit der staerke des elektrischen Feldes.
Bedeutung der *Abschirmlaenge* bei gladenen Oberflaechen.
Was ist die maximale Aufladung eines metallischen Objekts (z.B. Becher)?
Auf das Aeussere des Bechers koennen keine Ladungen aufgebracht
werden falls das Potentials des Bechers gleich dem Potential der Stromquelle ist.
Im Inneren verteilen sich die Ladungen immer nach Aussen, da das elektrische Feld im Innern immer Null sein muss.
= Van de Graaf Generator
Situation bei leitender Vollkugel.
Ladungen bewegen sihch in leitern frei $==>$ Ladungen bewegen sich so lange bis keine
Kraft mehr auf sie wirkt d.h. kein Feld mehr vorhanden ist.
Feld treibt Ladungen auf Oberflaeche $==>$ im Innern ist $E = 0 and Q = 0$, da in Leitern keine Potentialdifferenz $phi = "const"$ sonst.
Gesamte Ladung auf sammelt sich auf der aeusseren Oberflaeche.
#remark[
Geladene nicht leitfaehige Vollkugel ist nicht feldfrei.
]
=== 1.5.3 Der elektrische Dipol
Zwei entegegengesetzte Ladungen mit $Q_(1) = - Q_(2) $ sind gegeben.
Das Dipolmoment ist gegeben durch
$
arrow(p) = Q * arrow(d) , space arrow(d) "zeigt von - nach plus".
$
Im $arrow(E)$-Feld wirkt auf Dipol ein Drehmoment
$
arrow(D) = arrow(p) times arrow(E).
$
Ein Dipol erfaehrt im homogenen Feld keine tranlatorische Aenderung. Die potentielle Energie $E_("pot") = Q phi_1 - Q phi_2 $ kann mit $(phi_1 - phi_2)/(arrow(d)) = arrow(nabla) phi "und" arrow(E) = -arrow(nabla) phi$ umgeschrieben werden
$
E_("pot") = - arrow(p) arrow(E).
$
=== 1.5.4 Feldstaerke von einer gladenen Spitze
Im Modell sind zwei verbundene Kugeln geladen mit den Radien $R_(1) and R_(2) $ und den Ladungen $Q_(1) and Q_(2) $, mit Flaechenladungsdichten.
Kugeln sind verbunden
$
==> phi_1 = phi_2 ==> (Q_(1) ) / (4 pi epsilon_0 R_(1) ) = (Q_(2) ) / (4 pi epsilon_0 R_(2) ) and E = sigma/epsilon_0 ==> sigma_1 R_(1) = sigma_2 R_(2) \
==> E_1 R_(1) = phi = E_(2) R_(2) ==> E_2 = phi/R_(2).
$
Der *elektrostatische Wind* treibt Flugrad. Dieser entsteht durch Entladung an einer scharfen Spitze.
Dieser Wind kann mit einer Kerze sichtbar gemacht werden.

156
S2/ExPhyII/VL/ExIIVL8.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,156 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
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)
= Uebersicht
== Dipol im elektrischen Feld
Das Dipolmoment ist gegeben durch
$
arrow(p) = d q.
$
Dieses haengt im allgemeinen vom Bezugssystem ab.
Im homogenen Feld wird keine translatorische Kraft auf den Ladungsschwerpunkt.
=== 1.5.5 Elektrisches Feld vor unendlich grosser geladener Platte
Wir haben schon betrachtet, dass $E = (sigma) / (2 epsilon_0 ) $ vor einer unendlich ausgedehnten Platte.
Diese Rechnung kann einfach mit Gauss ueberprueft werden
$
Phi = integral.cont arrow(E) d arrow(A) = integral _(d A) (sigma) / (epsilon_0 ) d A = integral_(0)^(R) r d r = integral_(0)^(2 pi) d phi (sigma) / (epsilon_0 ) \
= 1/2 4 pi R^2 E = 1/2 (sigma) / (epsilon_0 ).
$
=== 1.5.6 Zwei parallelen Platten unendlich ausgedehnt
Mit dem Superpositionsprinzip addieren sich die Felder der beiden Platten auf.
Dadurch ist das Feld im
=== 1.6.1 Influenz
Dies beschreibt den Einfluss eines E-Feldes auf Materie.
Im Feld wirkt eine Kraft von
$
arrow(F) = q * arrow(E).
$
Diese Kraft wirkt so lange wie sich die Ladungen verschieben lassen und sich ein
Gleichgewicht einstellt. Dies gilt nur bei Leitern.
=== 1.6.2 Kondensator
Zwei gegenuebliegende leitende Platten, welche durch eine isolierende Schicht getrennt sind bilden
einen sogenannten *Kondensator*. Das isolierende Medium wird Dielektrikum genannt.
Es ergibt sich dann (auch experimentell) der Zusammenhang
$
C = Q/U.
$
Ladungen zu speichern wird Kapazitaet genannt. Eine typische Kapazitaet ist
$
"pF" = 10^(-12) F "und" "nF" = 10^(-9) F.
$
Ein typischer Kondensatortyp ist der Plattenkondensator.
Hier gilt wie gezeigt (beide platten haben betragsmaessig die gleiche Flaechenladungsdichte)
$
E = (sigma) / (epsilon_0 ).
$
Der Spannungsabfall ueber dem Kondensator ist gegeben durch
$
U = integral_(0)^(d) E (x) d x = (sigma) / (epsilon_0 ) d.
$
Mit $sigma = Q/A ==> U = (Q) / (epsilon_0 A) $ ergibt sich fuer die Kapazitaet des P-Kondensators
$
C = Q/U = (A) / (epsilon_0 d).
$
Diese Rechnung gilt nur fuer $A >> d$.
Im elektrischen Feld ist Energie gespeichert (wie ist das zu verstehen)
$
W = U Q.
$
Bringe eine Ladung $d q$ auf eine Platte
$
==> d W = U d q ==> W = integral_(0)^(Q) U d q = integral_(0)^(Q) (q) / (C) d q = 1/2 Q^2 /C.
$
Im Plattenkondesator ist $C = (epsilon_0 A) / (d) , U = E d$ ferner ist
$
W_("el") = 1/2 epsilon_0 E^2 * V \
==> sigma_(K) = W/V = 1/2 epsilon_0 E^2,
$
wobei $sigma_(K) $ die Energiedichte des Kondensators ist.
Experimentell kann getestet werden wie sich ein Plattenkondensator bei Veraenderung des Plattenabstands verhaelt.
Dabei nutzen wir
$
W = 1/2 (Q^2 ) / (C) = 1/2 (Q^2 ) / (epsilon_0 A) d , space C = (epsilon_0 A) / (d) \
U = Q/C.
$
Die Energie ist wirklich im elektrischen Feld gespeichert (Trennungsenergie). Fuer beliebige Geometrien gilt
$
w_("el") = 1/2 epsilon_0 E^2.
$
== Anwendung Kondensator
Ein Smartphone hat rund $10^(9) $ Kondensatoren (diese sind im DRAM verbaut).
Q: Wie viele Elektronen sind in all diesen Kondensatoren gespeichert?
Berechne
$
Q = n * e = C * U ==> n = (C U) / (e).
$
Q: Wie lange wuerde eine Fahrradlampe mit $I = 0.2 A$ leuchten (wenige Pikosekunden)?
Berechne
$
t = Q/I = (n * e) / (I).
$
Es gibt Messgeraete mit welchen einzelene Photonen gemessen werden koennen.
Nur wenn man einen Kondensator kurzschliesst, dann gibt es eine schnelle Entladung.
= Schaltungen
Parallelschaltung
$
Q = Q_(1) + Q_(2) = C_(1) U + C_(2) U = (C_(1) + C_(2) ) U
$
Reiehnschaltung
$
U = U_1 + U_2 =
$
=== 1.6.3 nichtleitende Stoffe (Dielektrika)
$
C = epsilon _(r) C_0
$

183
S2/ExPhyII/VL/ExIIVL9.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,183 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
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#show: conf.with(
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date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
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)
= Uebersicht
Wiederholung zum Kondensator
$
W = 1/2 (Q^2 ) / (C) = 1/2 (Q^2 ) / (epsilon_0 A) d \
d W = U d q.
$
=== 1.6.3 nichtleitende Stoffe Dilektrika im E-Feld
Beim Versuch wurde ein Dielektrikum zwischen einen Plattenkondensator gebracht.
- Lade den Kondensator auf $U_0 $ auf, dann nehme den Kondensator vom Netz
- $U_0 = (Q) / (C) $
- Bringe das Dielektrikum in den Kondensator
- $U > U^("Diel") -> "Da" Q "gleich" -> C "muss mit Dielektrikum groesser als ohne werden"$
Dabei laesst sich feststellen, dass
$
E_("Diel") = (E) / (epsilon_(r) ) \
C = epsilon_(r) C_0.
$
Verschiedene Materialien haben verschiedene relative Dielektrizitaetskonstanten.
Ein Metall ist der Extremfall eines Isolators.
==== 1.6.3.1 Dielektrische Polarisation
Wie bei der Influenz im aeusseren E-Feld werden Ladungen im Dielektrikum verschoben. Da Dielektrikum ein Nichtleiter ist erfolgt nur eine Verschiebung der Ladung
auf mikroskopischer Ebene. Dies wird induzierte Polarisation genannt.
Die *atomare Polarisierarbeit* verschiebt die Elektronenwolke um ein Atom.
Fuer das Dipolmoment gilt bekanntlicherweise
$
arrow(p) = d arrow(d) \
arrow(p) = alpha arrow(E),
$
wobei $alpha$ die Polarisierbarkeit (ein Mass fuer die Rueckstellkraefte im Atom, welche der Verschiebung entgegenwirken) ist.
Die Verschiebung geht so weit bis die Rueckstellkraefte die verschobene Ladung kompensieren
$
arrow(F) = q arrow(E).
$
Auch gibt es die *Orientierungspolarisation*, welches die Ausrichtung vorhandener Dipole beschreibt.
Als Beispiel wird hier Wasser angefuehrt mit einem Dipolmoment $arrow(p)$. Durch ein elektrisches Feld erfahren die Molekuele keine Translation
wohl aber richten sie sich aus.
#definition[
Die Polarisation ist gegeben durch
$
arrow(P) = 1/V sum_(i=1)^(n) arrow(p) , space arrow(p): "Dipol im Molekuel".
$
]
Falls alle Dipole parallel zum E-Feld sind
$
arrow(p) = N arrow(p) = N q arrow(d), N = "Anzahl der Dipole pro Volumen".
$
==== 1.6.3.2 Polarisationsladungen
Dies Orientiert sich am Giffiths.
Durch die Ausrichtung von Dipolen oder induzierten Dipolen enstehen sogenannte Polarisationsladungen z.B. an den Stirnflaechen eines
Dielektrikums.
Der spezialfall vom homogenen elektrischen Feld und einem homogenen Dielektrikum.
Welches zusatzliche E-Feld wird von der polarisierten Materie erzeugt? Hier befindet sich die Materie im externen E-Feld.
Berechne zunaechst Potential $Phi_(d) $ an Stelle $arrow(r)$ fuer den allgemeinen Fall eines inhomogenen E-Feldes
$
Phi_(d) (arrow(r)) = (1) / (4 pi epsilon_0 ) (arrow(p) (arrow(r) - arrow(r)')) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')^3 ).
$
Hier ist $arrow(r)$ irgendein Punkt im Raum und $arrow(r)'$ die Position der einzelenen Dipole $arrow(p)$.
Das Potential fuer alle Dipole ist gegeben durch
$
Phi_(D) = (1) / (4 pi epsilon_0 ) integral.vol d arrow(r)' (arrow(P) (arrow(r)') (arrow(r) - arrow(r)')) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')^3 ),
$
mit
$
arrow(p) = arrow(P) d arrow(r)' =^(?) arrow(P) (arrow(r)').
$
Mit
$
arrow(nabla)' ((1) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')) ) = (abs(arrow(r) - arrow(r)')) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')^3 )
$
folgt
$
Phi_(D) (arrow(r)) = (1) / (4 pi epsilon_0 ) integral.vol d arrow(r)' arrow(P) (arrow(r)') * arrow(nabla) ' ((1) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')) ).
$
Verwende nun die Produktregel $(f g)' = f' g + f g'$
$
Phi_(D) (arrow(r)) &= (1) / (4 pi epsilon_0 ) integral.vol d arrow(r)' [arrow(nabla) ' ((arrow(P) (arrow(r)'))/(abs(arrow(r)- arrow(r)'))) - (1) / (abs(arrow(r) - arrow(r)')) (arrow(nabla) ' * P (arrow(r)'))] \
&= (1) / (4 pi epsilon_0 ) underbrace(integral.cont _(A) d arrow(A)' (arrow(P) (arrow(A)')) / (abs(arrow(r)- arrow(r)')), "I") - (1) / (4 pi epsilon_0 ) underbrace(integral.vol d arrow(r)' (1) / (abs(arrow(r)- arrow(r)')) (arrow(nabla) ' arrow(P) (arrow(r)')), "II").
$
Dabei sieht I aus wie das Potentaial einer Oberflaechenladung
$
d arrow(A) = d a * hat(n).
$
#definition[
Gebundene Oberflaechenpolarisation
$
sigma_(g) = arrow(P) * hat(n).
$
Gebundene Volumenpolarisation
$
rho_(g) = - arrow(nabla) * arrow(P).
$
]
Und II sieht aus wie das Potential eines Volumenladung
$
==> Phi_(D) (arrow(r)) = (1) / (4 pi epsilon_0 ) integral.surf (sigma_(g) (arrow(r)')) / (abs(arrow(r)- arrow(r)')) d arrow(r)' + (1) / (4 pi epsilon_0 ) integral.vol (rho_(g) (arrow(r)')) / (abs(arrow(r)- arrow(r)')) d arrow(r)'
$
== 1.7 Die dielektrische Verschiebung und Suszeptibilitaet
Q: Wie gross ist das E-Feld im Dielektrikum?
Die gesamte Ladungsdichte im Dielektrikum ist gegeben durch
$
rho = rho_(g) + rho_(f) , space rho_(f): "freie Ladungen keine Folge der Polarisation".
$
Mit dem Gausschen Gesetz folgt
$
epsilon_0 arrow(nabla) arrow(E) = rho = rho_(g) + rho_(f) = - arrow(nabla) * arrow(P) + rho_(f) \
==> arrow(nabla) (epsilon_0 arrow(E) + arrow(P)) = rho_(f).
$
#definition[
Dielektrische Verschiebung
$
arrow(D) = epsilon_0 arrow(E) + arrow(P).
$
]
Dann folgt das Gaussche Gesetz fuer diese dielektrische Verschiebung
$
arrow(nabla) arrow(D) = phi_(f) ==> integral.cont arrow(D) d arrow(A) = Q_("feing").
$
Die dielektrische Verschiebung $arrow(D)$ haengt nur von den freien Ladungstraegern ab, welche oft bekannt sind.
Verbindung zur mikroskopischen Groessen
$
arrow(P) = epsilon_0 chi_(e) arrow(E) , space chi_(e) = (N alpha) / (epsilon_0 ) : "elektrische Suszeptibilitaet".
$
Wir koennen auch umschreiben
$
arrow(D) &= epsilon_0 arrow(E) + arrow(P) = epsilon_0 arrow(E) + epsilon_0 chi_(e) arrow(E) = epsilon_0 underbrace((1 + chi_(e) ), epsilon_(r) )arrow(E)\
&= epsilon_0 epsilon_(r) arrow(E) = epsilon arrow(E).
$
Im allgemeinen gilt nicht, dass $arrow(D) = arrow(E) $, da nicht $rot(arrow(P)) = 0$ gelten muss.

40
S2/Neuro/VL/NeuroVL4.typ Normal file
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@@ -0,0 +1,40 @@
// Main VL template
#import "../preamble.typ": *
// Fix theorems to be shown the right way in this document
#import "@preview/ctheorems:1.1.3": *
#show: thmrules
// Main settings call
#show: conf.with(
// May add more flags here in the future
num: 5,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
- Convolution
- Correlation
- Linearity and its problems
Linearization of problems is used for saving energy also by the brain.
Gabor functions look like
$
g (x) = (1) / (sqrt(2 pi sigma)) exp((- (x - x_0 )^2 ) / (2 pi sigma)) "trig"(k x).
$
Those can be used to model response patterns of some tissues.
Filter operation is always a convulution.
In the brain every cell is oriented to a specific point in space.
Next time we will make applications of convolutions and correlations.

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@@ -1 +0,0 @@
Have to find out when and what will be done in the Uebung.

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@@ -25,6 +25,13 @@
- #chapter("S2/ExPhyII/index.typ")[ExPhy II]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL1.typ")[Einleitung und Historisches]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL2.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL3.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL4.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL5.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL6.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL7.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL8.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/ExPhyII/VL/ExIIVL9.typ")[Elektrostatik]
- #chapter("S2/CWR/index.typ")[CWR]
- #chapter("S2/CWR/VL/CwrVL1.typ")[Nullstellen und Integration]
@@ -43,6 +50,9 @@
- #chapter("S2/Neuro/index.typ")[Computational Neuroscience]
- #chapter("S2/Neuro/VL/NeuroVL1.typ")[Verschiedene Ebenen]
- #chapter("S2/AGLA/index.typ")[AGLA II]
- #chapter("S2/AGLA/VL/AgIIVL7.typ")[Moduln]
= Semester III
]

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@@ -15,8 +15,6 @@
// set heading(numbering: "1.1")
set par(justify: true)
// set par(justify: true)
// equation setup
show ref: equate
show: equate.with(number-mode: "label", breakable: false)
@@ -34,7 +32,6 @@
($..$, $quad$),
)
// shiroa/zeta setup
body
}
@@ -45,7 +42,14 @@
#let lin = math.op("lin")
#let arccot = math.op("arccot")
// custom operators
#let sign = math.op("sign")
#let rot = math.op("rot")
#let grad = math.op("grad")
#let div = math.op("div")
// flashcards
#let flashcard(id, front, back) = {
back
}

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@@ -76,20 +76,25 @@
// Other boxes and fields
#let note = thmbox( //nte
#let note = thmenv( //pro
"note",
"Note",
bodyfmt: body => [
// Just make the text normally formatted
#body #h(1fr)
none,
none,
(name, number, body, color: black) => [
#v(0.5em)
#align(left, [_Note_: #name #body]) #h(1fr) // float a QED symbol to the right
#v(0.5em)
]
).with(numbering: none)
#let remark = thmplain( //rem
#let remark = thmenv( //pro
"remark",
"Remark",
bodyfmt: body => [
#body #h(1fr)
none,
none,
(name, number, body, color: black) => [
#v(0.5em)
#align(left, [_Remark_: #name #body]) #h(1fr) // float a QED symbol to the right
#v(0.5em)
]
).with(numbering: none)
@@ -98,6 +103,7 @@
none,
none,
(name, number, body, color: black) => [
#v(0.5em)
#align(left, [_Proof_: #name #body]) #h(1fr) $square$ // float a QED symbol to the right
#v(0.5em)
]
@@ -109,3 +115,4 @@
fill: rgb("#efefff99"),
).with(numbering: none)