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160
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#show: thmrules
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#show: conf.with(
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num: 7,
type: 0, // 0 normal, 1 exercise
date: datetime.today().display(),
//date: datetime(
// year: 2025,
// month: 5,
// day: 1,
//).display(),
)
= Uebersicht
#theorem()[
Sei $F,M$ unitaere R-Moduln, und $F$ sei frei (mit Basis erzeugt).
Sei $phi: M -> F$ surjektiv Modul-Hom.
Dann gibt es einen Hom. $psi: F -> M$ mit $phi compose psi = "Id"$, und es gilt $M = ker phi plus.circle psi (F)$.
]
#proof[
Sei $S$ eine Basis von $F$. Zu jedem $s in S$ gibt es $m_(s) in M$ mit $phi (m_(s) ) = s$.
$
psi (s) := m_(s) space forall s in S ==> exists! "Hom." psi: F -> M "mit diesen Eigenschaften" \
phi compose psi (s) = s space forall s in S ==> phi compose psi = id_(F)
$
Fuer jedes $m in M$ schreibe
$
m = underbrace(psi compose phi (m), psi (F)) + (m - psi compose phi (m)).
$
Aber
$
phi (m - psi compose phi (m)) = phi (m) - phi compose psi compose phi (m) = phi (m) - phi (m) = 0,
$
also
$
M = ker phi + psi (F).
$
Wir wollen jetzt zeigen, dass die Summe direkt ist, also
$
ker phi sect psi (F) = {0}.
$
Sei $x in ker phi sect psi (F)$. Dann gibt es $y in F$ mit $x = psi (y)$. Wegen $x in ker phi$ ist
$
0 = phi (x) = phi compose psi (y) = y, "dann" x = psi (0) = 0.
$
]
#theorem[
Ist $U$ Untermodul des R-Moduls $M$ und $M slash U$ frei, dann gibt es Untermodul $V$ von $M$ mit $M = U plus.circle V$.
]
= 5 Moduln ueber HIR
#theorem[
Sei $M$ endlich erzeugter freier Modul ueber dem HIR $R$. Sei $U$ ein Untermodul von $M$. Dann ist $U$ frei und der Rang von $U <= "Rang von" M$ .
]
#proof[
Induktion nach $n = "Rang" M$. Ist $n = 0$, dann $M = {0}$, $U = {0}$.
Jetzt sei $n >= 1$, und Satz sei bekannt fuer alle M mit $"Rang" M < n$.
Sei $M$ mit $"Rang" M = n$ gegeben, $U subset M$ U-Modul. Zu zeigen ist jetzt, dann U frei ist.
Sei $e_1, ..., e_n $ eine Basis fuer M. jedes $u in U$ schreibe als Linearkombination der Basisvektoren.
Beobachten die Koeffizienten vor den Basisvektoren
$
alpha = {beta in R: exists beta_2, ... ,beta_n in R: beta e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n in U}
$
ist ein Ideal in R.
Ist $beta in alpha$ und $r in R$, dann ist $r beta in alpha$, weil $U$ Modul ist.
$
beta, beta' in alpha ==> exists beta_j, beta'_j in R "mit" beta e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n in U, beta' e_1 + beta'_2 e_2 + ... + beta'_n e_n in U, \
==> (beta - beta') e_1 + (beta_2 - beta'_2) e_1 + ... in U, "also" beta - beta' in alpha.
$
R ist also ein HIR, d.h. $exists gamma in R$ mit $alpha = (gamma) = gamma R$. Es gitb wegen $gamma in alpha$ ein $u in U$ mit
$
u = gamma e_1 + gamma_2 e_2 + ... + gamma_n e_n, gamma_j in R "geeignet".
==> "jedes" v in V$ ist von der Form $v = rho gamma e_1 + beta_2 e_2 + ... + beta_n e_n "mit" rho in R, beta_j in R "geeignet". \
==> v - rho u in angle.l e_2 \, ... \, e_n angle.r := M', "ist U-Modul, frei, Rang" M' = n-1.
$
Aber es gilt auch
$
v - rho u in U, "also" v - rho u in M' sect U = U', "ist U-Modul von" M'.
$
Nach Induktionsvorraussetzung ist $U'$ frei mit $"Rang" M' <= n-1$. Ist $gamma = 0$, dann ist $U' = U$, also sind wir fertig.
Also nehmen wir an, dass $gamma != 0$. Ist $y_1, ..., y_(t) $ eine Basis von $U'$, dann ist $u, y_1 , ... y_t $ Basis von U.
Die Begruendung dafuer ist
$
v - rho u in U', v - rho u = mu_1 y_1 + ... + mu_(t) y_(t) , v = rho u + mu_1 y_(t) in angle.l u \, y_1 \, ... \, y_(t) angle.r = U.
$
Das kleine u und alle $y_j $ sind linear unabhaengig.
Auch sind die $y_j $ Linearkombinationen der Basiselemente ohne $e$. Aber alle Basisvektoren sind linear unabhaengig.
Nur $u$ hat einen Anteil $e_i ==> gamma = 0$. Dann $mu_(j) = 0$, weil Basis von $U'$ bilden.
]
#theorem[
Endlich erzeugte torsionsfreie Moduln uber HIR sind frei.
]
#proof[
Sei $M$ ein torsionsfreies R-Modul, mit R HIR und es gelte $M = angle.l x_1 \, ... \, x_(s) angle.r , space x_j in M$.
Jedes $x_j $ ist linear unabhaengig, denn $r x_j = 0 ==> r = 0, "da" x_j "kein Torsionselement ist."$
In der Menge ${x_1, ..., x_(s) }$ waehle eine nach der Anzahl der Elemente groesste Teilmenge, die linear unabhaengig ist.
Hat diese $t$ Elemente, dann nimm an, diese sind $x_1, ..., x_(t) $.
Ist $s = t$, dann ist diese Menge eine Basis $==>$ M ist frei. Bleibt also $t < s$.
Dann ist ${x_1, ..., x_(t), x_(j) }, t < j <= s$ linear abhaengig. Es gibt also $alpha_(j) in R$, nicht alle Null, mit
$
alpha_j x_j = sum_(i = 1)^(t) alpha_i x_(i).
$
Es gilt ist $alpha_j != 0, "weil" x_1, ..., x_(t) "lin. abhaengig sind." $
Def. $alpha = alpha_(s) alpha_(s - 1), ..., alpha_(t + 1) != 0$. Es folgt $alpha x_j in R x_1 plus.circle R x_2 plus.circle ... plus.circle R x_(t) =: F, t < j <= s $.\
$==>$ $alpha x_(i) in F space forall 1 <= i <= s$, also sogar $alpha x in F space forall x in M$. Also hat $- alpha M$ in F eine Basis.
Da M torsionsfrei ist, gilt $M -> alpha M, m |-> alpha m$ ein Isomorphismus, also M frei.
]
M endl. erz. ueber HIR R $==>$ $M\/"Tor"M$ frei.
$==>$ $M = ("Tor"M)plus.circle U, "mit" U "geeignetes U-Modul"$.
$
M \/ "Tor"M = "Tor"M + U \/ "Tor"M tilde.equiv U \/ U sect "Tor"M.
$
#theorem[
Sei R HIR, M endl. erz. R-Modul. Dann gibt es einen freien Modul $F subset M$ mit
$
M = ("Tor"M) plus.circle F, "und" F tilde.equiv M \/ "Tor"M.
$
]
Gegeben sei ein Torsionsmodul M (d.h. jedes Element ist Torsionsmodul).
Q: Lassen sich diese klassifizieren?
= 6. Torsionsmoduln
Stets sei R ein HIR, M ein unitaeres R-Modul. Weil R kommutativ ist, ist $"Ann"(m) = {r in R: r m = 0}$ in R ein Ideal, also gibt es $delta (m) "mit" "Ann"(m) = (delta (m)) = R delta (m)$. Die $delta (m)$ heisst Ordnung von $m$, des Ideal $delta (m)$ heisst Ordnugngsideal und steht eindeutig fest.
Ist U Untermodulvon M, dann gibt es $"Ann"(U) = sect.big_(u in U) "Ann"(u) = sect.big_(u in U) delta (u) R = (delta (U)) $. \
Dabei heisst $delta (U)$ die Ordnung von U, es gilt $(delta (U)) subset (delta (u)), "also" delta (u) | delta (U) space forall u in U$.
Ist M Torsionsmodul, dann $delta (u) != 0 space forall u in M$, und $delta (U) " der ggT"_(u in U) delta (u) $.
Es gibt auch $delta (M) != 0$ fuer Torsionsmoduln M.
#example[
G abelsch Gruppe aufgefasst als Modul der ganzen Zahlen. Sei $\# G < oo$.
Fuer jedes $g in G$ gibt es ein $n in NN$ mit $n g = 0$. Die $n in NN$ mit $n g = 0$ bilden ideal in $ZZ$,
also ${n in ZZ: n g = 0} = k ZZ$, $k>0$ minimal, $k g = 0$. Hier heisst $k$ die Ordnung von $g$.
]